• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Den Huder Bahnhof nicht vergessen

11.08.2017

Hude Alle Parteien hätten im Kommunalwahlkampf auch die Barrierefreiheit des Huder Bahnhofszugangs Süd in den Fokus gestellt. Doch passiert sei nichts, kritisierte Jörg Kreusel vom Behindertenbeirat in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt am Mittwoch. Jetzt sei schon wieder fast ein Jahr der neuen Ratsperiode herum. Und wenn bislang noch keine machbare Lösung gefunden sei, dann müsse man dringend an die Politik appellieren, „dort noch mal Gedankenschmalz“ zu investieren.

Der Bahnhof dürfe nicht in Vergessenheit geraten.

„Es sieht schäbig aus“

Neben der nach wie vor fehlenden Barrierefreiheit auf der Südseite des Huder Bahnhofs, weil die Rampe zur Hohen Straße für Rollstuhlfahrer viel zu steil ist, ist auch das Gesamtbild des Bahnhofs ein ständiges Ärgernis.

„Es sieht so schäbig aus“, stellte Karin Rohde von den Grünen fest. Und da ist sie nicht die einzige.

Die NWZ hatte am vergangenen Samstag über eine Fotoserie der Huder Studentin Sina Schwirtz berichtet und auch ihre Bilder gezeigt, die dokumentieren, wie hässlich sich der Huder Bahnhof den Reisenden und Gästen präsentiert.

Dreck, Vandalismus, Schmierereien, dunkle Löcher, fehlendes Leitsystem – der für viele Millionen modernisierte Bahnhof ist kein Aushängeschild für den ansonsten so schönen Klosterort, war die Botschaft. Bürgermeister Holger Lebedinzew hatte schon zu Beginn der Sitzung auf den NWZ-Bericht reagiert und darauf hingewiesen, „dass auch wir uns über unseren Bahnhof tüchtig ärgern“.

Laut Lebedinzew war versucht worden, beschmierte Stellen zu reinigen. Neue Graffitis habe man fotografisch dokumentiert und dies der Polizei für Ermittlungen übergeben. „Letztendlich fruchtet das nichts“, so der Bürgermeister. Man sei nahezu machtlos. Es passiere in den Nachtstunden. Die Täter blieben unerkannt.

Optische Verbesserung

Der derzeitige Zustand des Bahnhofs sei traurig, Die Gemeinde wolle nun mit „Bordmitteln“ zumindest kleine Maßnahmen zur Verschönerung in Angriff nehmen. In einem überschaubaren Rahmen. Das werde aber nicht der große Wurf sein. Geplant sei der Einsatz des Kommunalservices, eventuell auch von Fremdfirmen. Vielleicht sei zusätzlich auch ehrenamtlich etwas machbar, meinte der Bürgermeister.

Auf Nachfrage derNWZ erklärte Lebedinzew am Donnerstag, dass in den Fachbereichen des Rathauses nun konzertiert darüber nachgedacht werde, wie man mit freundlicheren Farben den Tunnel und die Zugänge zumindest „gefühlt gefälliger“ gestalten könne.

Auch sei da die Idee, im Bahnhofstunnel Infotafeln anzubringen, die zugleich Hinweise zu den touristischen Zielen geben. Auch in der Hoffnung, so zugleich weniger Angriffsflächen für Schmierereien zu bieten.

Hässliches Treppenhaus

Die derzeit sowohl von innen als auch außen hässliche Treppenhaus-Einhausung auf der Südseite stelle eine besondere Herausforderung dar. Von außen lasse sich nur etwas machen im Verlauf von Sperrpausen für den Bahnverkehr. Das sei eventuell möglich, wenn die Bahn noch weitere Schallschutzwände im Huder Bereich aufstelle. Das sei zumindest im Gespräch.

Im Innern des Treppenhauses sei vielleicht mit farblicher Gestaltung etwas machbar, um der derzeit bedrückenden und auch beängstigenden Atmosphäre durch die enorme Höhe des Bauwerks entgegenzuwirken, so Lebedinzew.

Mit helleren Farbe

Den Belag der Rampe am Zugang Süd könne man zudem mit einer helleren Asphalt-Dünnschicht überziehen und so freundlicher gestalten. Dass die Barrierefreiheit in diesem Bereich hergestellt wird, sieht Lebedinzew hingegen als nicht so schnell umsetzbar an. Es gebe die abgeflachte Rampe am Zugang Nord und dort direkt auch Behinderten-Parkplätze. Hier wäre vielleicht eine gute Wegbeschilderung hilfreich, um zum Beispiel Rollstuhlfahrern, die mit dem Auto anreisten, den Zugang Nord als Alternative anzubieten.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.