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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Radverkehr In Hude: Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse?

26.10.2019

Hude Als Radfahrer fühle man sich wie „ein Verkehrsteilnehmer zweiter Klasse“, sagte in der Sitzung des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt Christian Lüdke aus Wüsting in der Einwohnerfragestunde. Er verwies auf Blätter und Äste, die auf den Radwegen an den Landstraßen liegen, und er forderte vor allem auch, dass man als Radfahrer innerörtlich die Straße benutzen darf, weil Bürgersteige oft zu schmal sind.

So lange es die entsprechende Beschilderung gebe, bestehe Radwegbenutzungspflicht, sagte dazu Fachbereichsleiterin Martina Schneider. Das genau ist die Krux. Die untere Verkehrsbehörde (Landkreis) könnte zum Beispiel für die Huder Parkstraße die bislang aufgestellten blauen Schilder mit Symbolen sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer (kombinierter Rad- und Fußweg) austauschen durch Schilder, die nur noch Fußgänger zeigen und mit einem Zusatz „Radfahrer frei“ versehen sind. Dann dürften Radfahrer, wenn sie möchten, auch die Straße befahren. Diese Forderung kommt auch immer wieder.

Doch dazu gibt es ebenfalls Bedenken. Peter Zwiener (SPD) brachte es auf den Punkt: Auf der engen Parkstraße inmitten des Autoverkehrs zu radeln, berge ein erhöhtes Gefährdungspotenzial, so lange dort die Parkstreifen für Pkw seien. „Was ist, wenn ein Autofahrer die Tür aufmacht“, meinte Zwiener. Schon jetzt, wo in der Regel nur Kfz auf der Straße unterwegs seien, werde es oft genug brenzlig und schon mal ein Spiegel abgefahren.

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„Es werden nicht zwei Meter Straße zusätzlich vom Himmel fallen“, meinte SPD-Ratsfrau Ulrike Janz-Janzen, dass es schwierig werde, eine Lösung für die Parkstraße zu finden. Eine Verbesserung könne langfristig der Ausbau der Dr.-Gustav-Thye-Straße als innerörtliche Entlastung für die Parkstraße sein.

Für Wilfried Siems (CDU), sind die Verkehrsprobleme in der Parkstraße ein selbst gemachtes Problem. Dass der Schwerlastverkehr so extrem durch den Ort fahre, liege daran, dass die beiden Brückenbauwerke Vielstedter Straße und Kirchstraße zu niedrige Durchfahrthöhen hätten und deshalb Umfahrungen über Parkstraße, Hohe Straße und Nordenholzer Straße nötig seien. In Verbindung mit dem integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK), das zurzeit Priorität habe, müssten auch Überlegungen angestellt werden, wie man bestimmte Verkehre herausbekomme und wie man eine vernünftige Verbindung von Hude-Süd und Hude-Nord hinbekomme, meinte Dirk Vorlauf (CDU).

Die Parkstraße ist das eine Problem. In Hude-Süd gibt es weitere Probleme, die nach Ansicht der Grünen angepackt werden müssen. Sie haben zum Beispiel einen Minikreisel an der Spanhacke-Kreuzung vorgeschlagen sowie Fahrradstraßen oder Tempo 30 für die Hohe Straße im Bahnhofsbereich. Die Grünen fordern ein Vorrangroutennetz für den Fahrradverkehr zu entwickeln. Den Radverkehr attraktiver zu machen, gerade innerorts, das sei echter, gelebter Klimaschutz, meinte Kirsten Neuhaus (Grüne). Jetzt soll erst eine Prioritätenliste für die Umsetzung von Maßnahmen aus der vorliegenden Verkehrsuntersuchung Hude-Süd erstellt werden. Über die Planung eines Hauptroutennetzes für den Radverkehr soll erst nach Abschluss des ISEK entschieden werden, so die Empfehlung.

Den Grünen geht das zu langsam. „Sichtbar für die Menschen“, so Kirsten Neuhaus, sollte schon jetzt gezeigt werden, dass etwas gemacht werde. Relativ unproblematisch seien zum Beispiel Verbesserungen an der Spanhacke-Kreuzung in Hude-Süd umzusetzen. Die Verwaltung sieht das anders: Auch ein Minikreisel müsse geplant werden, und nur mit dem Aufstellen von Schildern komme man nicht weiter, sagte Fachbereichsleiterin Martina Schneider. Ein Gesamtkonzept sei schon sinnvoll.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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