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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Neubau im Zentrum von Hude kommt

23.09.2017

Hude Voraussichtlich Mitte 2018 könnten die Bauarbeiten für eine neue Rettungswache im Zentrum von Hude beginnen – sofern es eine Baugenehmigung gibt. Dies erklärte Bürgermeister Holger Lebedinzew auf NWZ-Nachfrage. Der Gemeinderat hatte am Donnerstagabend mit 19 zu 12 Stimmen für den Neubau eines Funktionsgebäudes von Rettungswache und Polizeistation gestimmt und die weitere Planung angestoßen.

So umstritten das Projekt im Vorfeld war, ebenso ausführlich wurde es auch in der Ratssitzung diskutiert und stieß nicht bei allen auf Zustimmung.

„Wir sehen keinen Anlass, um von dem beschriebenen Weg abzuweichen“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew im Namen der Gemeinde. Sie habe ein profundes Interesse, eine Rettungswache im Zentrum zu erhalten. Zudem sei sie nicht Verursacher, sondern Problemlöser. Der Dissens bestehe zwischen dem Landkreis Oldenburg und dem Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Oldenburg-Land. Letzterer hatte im vergangenen Jahr aufgrund von Abrechnungsbetrug den Auftrag für den Rettungsdienst verloren. Dieser wird seit Ende 2016 durch die Johanniter Unfallhilfe ausgeführt. Verhandlungen über die Anmietung der DRK-Rettungswache waren gescheitert.

Mehrere Interessen

Zustimmung erhielt der Bürgermeister von Dirk Vorlauf (CDU): „Für den Erhalt der Rettungswache im Zentrum bleibt nur ein Neubau.“ Alternativen seien bei Verhandlungen im Vorfeld gescheitert. Zudem könnten weitere Interessen, wie der Umzug der Polizei und die Nutzungsmöglichkeiten der frei werdenden Räume für die Verwaltung, kombiniert werden.

„Die Polizei hat keinen Bedarf angemeldet“, merkte Karin Rohde (Grüne) an. Ihre Fraktion stimmte wie die anwesenden SPD-Ratsmitglieder gegen den Neubau. Rohde betonte, dass der DRK-Kreisverband bereit sei, seine Wache zur Verfügung zu stellen.

„Gespräche können immer geführt werden“, sagte Kirsten Neuhaus (Grüne) im Bezug auf eine Konfliktlösung zwischen Landkreis und DRK-Kreisverband. Sie griff den Vorschlag der Sozialdemokraten auf, einen Mediator einzusetzen. Außerdem merkte Neuhaus an, dass von der derzeitigen Rettungswache (betrieben durch die Johanniter Unfallhilfe) am Reiherholz in Pfahlhausen gute Arbeit geleistet werde.

„Wir bauen eine Rettungswache neben einer vorhandenen“, sagte Heiko Aschenbeck (SPD). Er wies ebenfalls auf die Verhandlungsbereitschaft des DRK-Kreisverbandes hin und darauf, dass die verantwortlichen Personen wieder miteinander reden sollten.

„Nirgendwo wird eine ganze Organisation für die Verfehlungen Einzelner in Haft genommen“, betonte Dr. Jürgen Onken (SPD). Er frage sich, wo die Bemühungen der Verwaltung geblieben seien, dem DRK-Kreisverband zu helfen, und wo der Wille des Rates sei, wieder mit diesem zusammenzukommen.

Fehlbetrag reduziert

Bürgermeister Lebedinzew verwies in diesem Zusammenhang auf mehrere Gesprächsrunden, die es mit den handelnden Personen beim DRK-Kreisverband gegeben habe. Doch diese hätten zum Teil groteske Ausmaße angenommen.

Die Kosten für das neue Funktionsgebäude Rettungswache und Polizeistation betragen 1,7 Millionen Euro. Eine Wirtschaftlichkeitsprüfung für die nächsten 50 Jahre hatte einen Fehlbetrag von 55 000 Euro für das Gebäude ergeben. Dies müsste nicht sein, erklärte Lebedinzew. Er habe mit dem Landkreis nachverhandelt und eine Mietvorauszahlung für die nächsten 12 Jahre erwirkt. Dadurch müssten weniger Kredite aufgenommen werden, so dass sich der negative Wert auf ungefähr 231 Euro verringere. Die Gemeinde bekäme eine „Daseinsvorsorge zum Nulltarif“, so der Bürgermeister. Zudem habe man mit einem Neubau die Hand auf der Rettungswache. Dies sei vor Jahren „mächtig schief gegangen“, so Lebedinzew.

Bei den laufenden Kosten für das Gebäude erklärte er, dass für den Erhalt pro Jahr ungefähr 47 600 Euro aufgebracht werden müssten. Dem gegenüber würden circa 47 000 Euro Mieteinnahmen im gleichen Zeitraum stehen, so dass Kosten von ungefähr 500 Euro pro Jahr entstünden.

Renke Hemken-Wulf Friesoythe / Redaktion Münsterland
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