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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Trauriger Jahrestag in Wüsting

23.08.2017

Hude Fast zehn Jahre ist es jetzt her, dass der Bürgerverein Wüsting ein Treffen am Bahnübergang an der Hauptstraße in Wüsting initiierte. Ziel der Aktion war es, zu zeigen, wie gefährlich die Kreuzung sein kann, wenn große Fahrzeuge wie Sattelschlepper oder Traktoren mit großen Anhängern beim Abbiegen die Kurve kriegen wollen.

Fast über die Füße gerollt

Zusammengekommen waren neben dem damaligen Landrat Frank Eger auch der damalige Huder Bürgermeister Axel Jahnz, dessen Stellvertreter Peter Zwiener sowie Vertreter der Deutschen Bahn, der Straßenbaubehörde und des Bürgervereins Wüsting. Die Demonstration war erfolgreich, vor allem weil ein Treckergespann der Gruppe fast über die Füße gerollt wäre. Alle Beteiligten waren sich damals einig, dass etwas getan werden muss – passiert sei bis heute leider nichts, moniert Friedolf Evers, Vorsitzender des Wüstinger Bürgervereins.

„Es gab in der Vergangenheit viele Vorschläge, wie man die Situation hier entschärfen kann“, berichtet er. Von einer Verlängerung der Bahnschranke sei die Rede gewesen, von einem Neubau des Übergangs, einer Verbreiterung der Straße oder – in der aktuellen Diskussion – von einem separaten Bahnübergang für Fußgänger und Radfahrer. Auch seien Leitpfosten an der Kreuzung aufgestellt worden. „Die werden regelmäßig umgefahren, wirklich helfen tun die nicht,“ kritisiert Evers.

„Mir ist egal in welcher Form etwas gemacht wird“, sagt Evers. „Es soll nur endlich etwas passieren.“

Dass das nicht einfach ist, ist mittlerweile allen Beteiligten klar. „Ich sehe die Schuld ganz klar bei der DB-Netz AG“, ärgert sich Evers. Die wolle den Ausbau hinauszögern, weil der Bahnübergang noch nicht saniert werden müsse und spiele auf Zeit.

Dass die Sachlage komplex ist bestätigt auch Bürgermeister Holger Lebedinzew auf Anfrage der NWZ. „Die Gemeinde will in Zusammenarbeit mit dem Landkreis einen separaten Übergang für Fußgänger und Radfahrer schaffen“, bekräftigt er das Vorhaben, das auch auf der Sitzung des Gemeindeausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt am 10. Mai einstimmig beschlossen wurde.

Das Bauvorhaben falle allerdings in den Aufgabenbereich des Landkreises Oldenburg, weil es sich um eine Kreisstraße handle. „Im Moment läuft von Seiten des Kreises ein Planfeststellungsverfahren. Sobald der Ausbau beschlossen ist, muss eine Sperrpause bei der Bahn beantragt werden, bevor der separate Übergang gebaut werden kann“, erklärt Lebedinzew.

Zwei Jahre Vorlauf

Problematisch dabei sei, dass es für eine solche Sperrpause eine Vorlaufzeit von mindestens zwei Jahren gebe, die das Vorhaben in weite Ferne rücken lasse. „Die Deutsche Bahn hat darüber hinaus mitgeteilt, dass der bestehende Übergang eine Restlaufzeit von 10 bis 15 Jahren hat. Es kann sein, dass wir nach Ablauf dieser Zeit wieder Geld in eine Erneuerung des Übergangs stecken müssen, das nehmen wir aber in Kauf“, erklärt Lebedinzew weiter.

Die Sicherheitsfrage am Bahnübergang in Wüsting bleibt also weiterhin unklar. „Ich hoffe, dass nichts Schlimmes passiert bevor erkannt wird, wie dringend der Handlungsbedarf ist“, sagt Friedolf Evers, der sich nicht erst seit Kurzem im Regen stehen gelassen fühlt.

Wolfgang Alexander Meyer Redakteur / Redaktion Oldenburg/Westerstede
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