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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Noch Jahre bis zum Tunnelbau

06.12.2017

Hude Ob es die kleine oder die große Lösung für den Tunnelausbau am Knotenpunkt Vielstedter Straße/Burgstraße/Hohe Straße in Hude geben sollte, darüber wurde 2011 besonders heftig diskutiert. Am Ende gab es in einer Bürgerbefragung eine Mehrheit für die kleine Lösung.

kommentar

Fit für die

Zukunft?

Ist der Klosterort Hude zukunftsfähig, was die verkehrliche Infrastruktur angeht? – Mit Durchfahrthöhen von gerade mal 3,2 Metern (Vielstedter Straße) und 3,5 Metern (Kirchstraße) bei den Bahnbauwerken sind da Zweifel angebracht. Diese beiden „Tunnel“ sperren den Schwerverkehr auf wichtigen Straßen aus.

Laster und riesige landwirtschaftliche Maschinen suchen sich ihren Weg durch die schmale Parkstraße, die als Einkaufs- und Flaniermeile unter den Belastungen erheblich leidet.

In Sachen Tunnel Vielstedter Straße ist nichts mehr zu machen. Die Mehrheit der Bürger hat die kleine Lösung gewollt. Das müssen die Verantwortlichen jetzt durchziehen, um mit dem Durchstich zumindest mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu erreichen. Auch das wird noch Jahre dauern.

Angesichts der unendlich langen Planungs- und Genehmigungsphasen sollte man sich aber schon jetzt Gedanken machen. Zum Beispiel, ob das Bahnbauwerk über die Kirchstraße durch eine Absenkung der Fahrbahn durchlässiger für höhere Fahrzeuge gestaltet werden kann.

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Statt eines zweispurigen Tunnels mit einer Durchfahrthöhe von 4,50 Metern, der das Nadelöhr erweitern sollte, war der mehrheitliche Wunsch, den alten, einspurigen Tunnel mit dem einseitigen Radweg so zu belassen und nebenan einen Durchstich nur für Radfahrer und Fußgänger zu schaffen.

Beschluss liegt aus

Jetzt, sechseinhalb Jahre nach der Bürgerbefragung, liegt der Planfeststellungsbeschluss zur kleinen Lösung vor. Es ist die offizielle Genehmigung der von der Landesbehörde geplanten Maßnahme. Von einem Planfeststellungsbeschluss spreche man bei Genehmigung von Infrastrukturmaßnahmen, grob vergleichbar mit der Baugenehmigung im Hausbau, erklärt Ann-Christin Gajda von der Planfeststellungsbehörde (Landkreis Oldenburg).

Noch bis zum 12. Dezember liegt der Beschluss zur Einsicht aus im Rathaus Hude und im Kreishaus. Er kann auch über die Internetseite des Landkreises (www.oldenburg-kreis.de) heruntergeladen werden. Innerhalb eines Monats nach der Auslegung kann Klage beim Verwaltungsgericht eingereicht werden. Sollte es keine Einwendungen geben, wäre der Beschluss dann Mitte Januar 2018 rechtskräftig.

48 Monate Wartezeit

Dass danach gleich die Bauarbeiten starten, ist allerdings nicht der Fall. Denn zunächst geht es um die Detailplanung und die enge und sehr umfangreiche Abstimmung mit der Bahn. „Es sind Sperrfristen erforderlich für den Tunneldurchstich“, so Gajda. Will heißen: Oben drüber dürfen während bestimmter Bauphasen keine Züge fahren. Der Antrag auf Sperrpausen hat dabei laut Ann-Christin Gajda eine Vorlauffrist von 48 Monaten.

Also wird es den ersten Spatenstich frühestens zehneinhalb Jahre nach der Bürgerbefragung geben – ab dem Jahr 2022. Und dann müssen auch noch die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen.

Den größten Batzen übernimmt der Landkreis Oldenburg, denn die Vielstedter Straße ist eine Kreisstraße. Die Gemeinde Hude will sich an Baukosten im Bereich der Kreuzungsumgestaltung beteiligen. Insgesamt lagen die letzten Kostenschätzungen für das Projekt bei 1,3 Millionen Euro, inklusive des Kreuzungsumbaus.

Anfang 2015 entfachte die CDU noch einmal die Diskussion über die kleine oder die große Lösung. Die Christdemokraten wollten die beschlossene kleine Lösung kippen, weil sie ihrer Meinung nach keinen Sinn macht, kamen damit aber nicht durch. Auch auf einer Bürgerversammlung gab es ein deutliches Votum für die Beibehaltung der kleinen Lösung.

Auch der CDU-Vorschlag, zunächst nur die Kreuzung umzugestalten, um zu schauen, wie sich das – ohne Tunnelbau – auswirke, fand keine politische Mehrheit.

Es wurde noch einmal darauf verwiesen, dass es den Grundsatzbeschluss gebe. Auf dieser Basis hat der Landkreis Oldenburg das Projekt dann auf den Weg gebracht.

Ampel funktioniert gut

Wohlwissend, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis das Bauvorhaben umgesetzt werden kann, hat der Landkreis auch auf Anregung von Bürgern Ende 2016 eine neue Lichtsignalanlage im Kreuzungsbereich installiert.

Videodetektoren sind im Einsatz und steuern den Verkehr. Sie erkennen, ob in den Straßen Autos warten und verlängern die Grünphasen, falls in anderen Einmündungen nichts los ist. Seitdem hat sich die Situation an diesem neuralgischen Kreuzungspunkt in Hude schon deutlich entspannt. Es gebe positive Rückmeldungen, sagte dazu Ann-Christin Gajda vom Landkreis.

Klaus Derke
Hude
Redaktion Hude
Tel:
04408 9988 2721

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