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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Coronakrise: Bauernhaus-Kost gibt es jetzt außer Haus

05.05.2020

Hude /Vielstedt „Eigentlich ist es wie Essen gehen – nur daheim“, heißt es zur Außer-Haus-Karte, die es seit dem 1. Mai nun auch vom Vielstedter Bauernhaus in Hude-Vielstedt gibt. Schon seit 1858 ist das Vielstedter Bauernhaus in Besitz der Familie Strackerjan. Die frühere Gastwirtschaft, zunächst noch mit Bäckerei und Kolonialwarenladen, wurde im Laufe der Jahre zu einem beliebten Ausflugslokal ausgebaut. Die Küche mit ihren regionalen, traditionellen Spezialitäten hat einen ausgesprochen guten Ruf, weit über die Grenzen des Landkreises Oldenburg hinaus. Beliebt sind die Großveranstaltungen, die Kohlfahrten, das Maibaumsetzen, Vatertag, Oktoberfest.

Doch die Corona-Krise hat auch diesen alteingesessenen Gastronomiebetrieb, zu dem ein Heimatmuseum gehört, voll erwischt.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir Ostern schon mal geschlossen hatten“, sagt Christian Strackerjan. Die letzte Kohlfahrt wurde abgesagt. Der beliebte Tanz in den Mai fiel aus, Hochzeiten wurden verschoben. „Aber es geht weiter mit uns“, gibt sich Küchenmeister Christian Strackerjan optimistisch. „Man muss das auch positiv sehen. Wir machen das Beste daraus. Und wir sind gesund.“

30 Mitarbeiter

Strackerjans haben um die 30 Mitarbeiter, inklusive Aushilfen und Minijobber. Sie alle haben ohne Gäste nichts zu tun, die Festangestellten sind in Kurzarbeit. Genutzt habe man die verordnete freie Zeit zum Renovieren.

Emotionales Jahr

Für die Gastronomenfamilie ist 2020 in doppelter Hinsicht ein sehr emotionales Jahr. Kurz vor der angeordneten Zwangsschließung des Restaurants starb am 15. März Seniorchef Wilfried Strackerjan. Er durfte nur im kleinen Kreis beigesetzt werden wegen der Corona-Auflagen.

Mit Abstand

Christian Strackerjan hofft, dass nach der langen Zwangspause zumindest das Gartenrestaurant des Bauernhauses wieder geöffnet werden darf. Die Hygienevorschriften könne man gut einhalten, selbst im Innern. Um den erforderlichen Abstand zwischen den Gästen zu gewährleisten, sei auch noch der Saal da. Ob der Saal bald auch wieder für größere Veranstaltungen genutzt werden kann? – „Das wird dauern“, so Strackerjans Einschätzung. Laut einer aktuellen Meldung vom Montag ist eine Öffnung der Gastronomie in Niedersachsen außen und innen schon ab dem 11. Mai im Zuge eines Fünf-Stufen-Planes im Gespräch, bei einer maximalen Auslastung von 50 Prozent.

Versicherungs-Ärger

Geärgert hat Strackerjan sich über seine Versicherung. Als Gastronomiebetrieb könne man freiwillig eine sogenannte „Seuchenversicherung“ abschließen. Da die „Seuche“, in diesem Fall der Virus, nicht im Betrieb selbst aufgetreten sei, wolle die Versicherung die tägliche Entschädigungspauschale, die es für vier Wochen gebe, nicht zahlen. Letzter Stand seien vonseiten der Versicherung, dass sie lediglich 15 Prozent des entstandenen Schadens übernehmen wolle.

Bauernhaus-Kost

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Mit der Außer-Haus-Karte möchten Strackerjans ein klein wenig die Einnahmeausfälle ausgleichen. Das ist nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Wir möchten dadurch aber auch im Gespräch bleiben und zeigen, dass wir weiter da sind für unsere Gäste“, so Christian Strackerjan.

Und so gibt es von der Hühnersuppe mit Einlage über Rinderrouladen, Schweineschnitzel oder Lachs in Weißweinsauce und Kasselerbraten bis hin zur hausgemachten Sülze Bauernhauskost für Zuhause. Die Speisen sind in Folie und bei Abholung kalt. Eine Anleitung zum Erwärmen mit Herd oder Mikrowelle liegt bei. Ein eigener Ausgabetresen wurde installiert. Ein- und Ausgang sind getrennt. Die Abholzeiten sind mittwochs bis samstags von 15 bis 19 Uhr sowie sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Bestellungen werden täglich unter Telefon   04408/369 oder per Mail (info@vielstedter-bauernhaus.de) entgegengenommen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
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