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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wirtschaft In Hude: Virus erzeugt bei Kleinstunternehmen doppelte Angst

19.03.2020

Hude Gerade Kleinstunternehmen hätten kaum die finanziellen Mittel, um eine Geschäftsschließung von vier Wochen und mehr durchzuhalten, sagt Gerburg Schaller. Sie ist im 13. Jahr Buchhändlerin in Hude und betreibt mit einer Mitarbeiterin ihren kleinen Laden an der Parkstraße – mit viel Leidenschaft. Sie organisiert Lesungen, engagiert sich in der Bürgerstiftung und im Rotary-Club. Gerburg Schaller möchte mit ihrer Buchhandlung in Hude noch etliche Jahre weitermachen. Aber die Existenzängste sind nach der verfügten Schließung im Zuge der Coronakrise riesig. Der kleine Buchladen „Lesen & Mehr“ in Hude ist dabei nur ein Beispiel. Viele kleine, selbstständige Händler müssen schauen, wie sie über die Runden kommen.

Gerburg Schaller hätte mit Beschränkungen im Umgang mit den Kunden im Laden leben können, aber eine komplette Schließung über vier Wochen und länger – das lasse sich kaum verkraften. Die Miete, Personalkosten, Versicherungen. Die bereits bestellte und gelieferte Ware von den Verlagen muss bezahlt werden. Gerburg Schaller hofft, dass von den angekündigten Soforthilfen des Landes vielleicht auch für die Kleinstunternehmen etwas abfällt. Kredite seien nicht die Lösung. Die müssten irgendwann zurückgezahlt werden. Sie kritisiert fehlende Informationen, fühlt sich alleingelassen. Nach ihren Infos dürfen Buchhandlungen zum Beispiel in Berlin öffnen, um die Menschen auch mit „geistiger Nahrung“ zu versorgen. Selbst ein Verkauf an der Tür an einzelne Kunden sei im Landkreis Oldenburg nicht gestattet, hieß es aus dem Rathaus.

Von ihren Kunden, vor allem aus den Gemeinden Hude und Berne, erfährt Schaller viel Rückhalt. Und sie hofft, dass die Kunden weiterhin treu bleiben, wie auch den anderen von den Schließungen betroffenen Händlern im Ort. Schaller bietet die Möglichkeit, online über ihre Internetseite oder per Mail Bestellungen abzugeben und diese liefern zu lassen.

„Man muss sich in so kleinen Orten wie Hude ernsthaft Gedanken machen, ob die Vielfalt der Geschäftswelt noch so besteht, wenn Corona vorbei ist“, sagt Schaller. Deshalb bräuchten alle Geschäfte oder auch Restaurants vor Ort, die von der Krise betroffen seien, den Rückhalt der Bürgerinnen und Bürger.

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Auch bei Horstmann-Mode in Hude blickt man mit großer Sorge auf die kommenden Wochen. „Wir haben am Montag alle unsere sieben Standorte geschlossen“, berichtet Geschäftsführer Kai Horstmann. Derzeit arbeite man aus, wie man in den kommenden Wochen vorgehen wolle. „Es gibt aktuell diverse Kundenanfragen oder auch noch Aufträge für die Änderungsschneidereien abzuarbeiten“, sagt er.

Die Situation bewertet Horstmann als kritisch – gerade mit der Befürchtung, die Ladentüren für vier Wochen oder mehr zu schließen. „Wir müssen sehen, dass wir jetzt alle mit ins Boot holen: Lieferanten, Mitarbeiter, aber auch Vermieter.“

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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Sönke Spille Freier Mitarbeiter Lokalsport / NWZ-Redaktion
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