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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

AFRIKA: Huder schreibt an Erfolgsstory mit

03.06.2009

HUDE Johannes Hillje nennt sich selber ein „Arbeitstier“. Eigentlich studiert der gebürtige Huder in Mainz Politikwissenschaften und Publizistik, 15 bis 30 Stunden pro Woche engagiert sich der 23-Jährige aber für die Hilfsorganisation „Go Ahead!“, die er vor zwei Jahren mitbegründet hatte. Der Einsatz lohnt sich: Die Idee, dass sich junge Menschen in Deutschland für Jugendliche im südlichen Afrika einsetzen, wurde zu einer bundesweiten Erfolgsstory.

„Als wir angefangen haben, hätte niemand gedacht, dass nur 24 Monate später bundesweit über 320 Menschen Mitglied sind und wir im zweiten Jahr einen sechsstelligen Betrag an unsere Projektpartner in Afrika transferieren“, sagt „Go Ahead!“-Vorstandsmitglied Johannes Hillje.

Die Geschichte von „Go Ahead!“ (deutsch: Geh voran) begann im Grunde genommen vor dreieinhalb Jahren, als sich sechs Abiturienten in einem Kinderheim in Südafrika kennen lernten. Nach den einschneidenden Erlebnissen mit den Auswirkungen von Armut und Aids zog es die späteren Vereinsgründer im März 2007 bereits wieder in die Region, um mit potentiellen Partnerprojekten in Südafrika Gespräche zu führen. Im niedersächsischen Walsrode fand Ende Mai 2007 schließlich die Vereinsgründung statt.

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114 000 Euro hat „Go Ahead!“ im vergangenen Jahr an Spenden eingenommen – „das Geld geht zu 100 Prozent in unsere Projekte“, versichert Johannes Hillje. Bei den finanziellen Hilfsleistungen machte im vergangenen Jahr die Realisierung eines Lernzentrums in der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal den Hauptanteil aus. Für das Zentrum, das 400 Waisenkindern ein sicheres Lernumfeld bieten soll und gleichzeitig Sozialarbeiter ausbildet, sammelt der Hilfsverein auch in diesem Jahr Spenden.

Darüber hinaus ermöglicht „Go Ahead!“ 130 Kindern den Besuch einer Vorschule. Deutsche Paten unterstützen zudem 25 besonders bedürftige Aidswaisen, um deren Aufwachsen und Ausbildung zu sichern. Neben den Projekten liegt dem Verein auch der Austausch junger Deutscher mit jungen Afrikanern am Herzen. Bereits vier Mal begleitete der Verein eine Gruppe von Studenten, die während der Semesterferien in einem Hilfsprojekt arbeiten. Der Austausch unter dem Titel „Homes of Hope“ führt Johannes Hillje im August mit acht Teilnehmern nach Uganda: In der Hauptstadt Kampala wird unter Anleitung einheimischer Arbeiter innerhalb von vier Wochen eine Unterkunft für ein Kinderheim der Partnerorganisation „Rainbow House of Hope Uganda“ gebaut.

Im nächsten Jahr will „Go Ahead!“ Ende Mai mit einem bundesweiten Aktionstag für Aufsehen sorgen. In der hiesigen Region will Johannes Hillje an Vereine, Schulen und Unternehmen herantreten und um Unterstützung werben. Zu sehen, dass es voran geht, ist für ihn eine „unglaubliche Motivation“. So lässt sich für ihn auch die Doppelbelastung mit „Go Ahead!“ und seinem Studium verkraften: „Das funktioniert. Ich schlafe allerdings manchmal recht wenig.“

Huder Tischtennis-Spieler helfen

Ein Leitsatz der Arbeit von „Go Ahead“ lautet „Bildung fördern, Engagement fordern“. Durch die Unterstützung von Bildungsprojekten im südlichen Afrika soll Kindern und Jugendlichen eine nachhaltige Perspektive vermittelt werden.

In sieben Städten haben sich Hochschulgruppen formiert, die für „Go Ahead“ arbeiten. Im Bundesnetzwerk engagieren sich rund 35 junge Leute ehrenamtlich. Sie werden begleitet und unterstützt von erfahrenen Mentoren aus Wirtschaft und Medien. Während die lokalen Gruppen vor Ort Benefizveranstaltungen, Vorträge und Schulworkshops organisieren, koordinieren Vorstand und Bereichsleiter die Arbeit des Bundesnetzwerks: Fundraising bei Unternehmen und Rotariern, eine Musicaltour junger afrikanischer Künstler, eine Tour mit einem Filmteam zu den Projekten in Südafrika, Öffentlichkeitsarbeit und an oberster Stelle die Absprachen mit den Partnern in Afrika.

Prominente Fürsprecher sind Schauspielerin Cosma Shiva Hagen, Friedensnobelpreisträger Desmond Tutu und die ehemalige Vorsitzende von Unicef Deutschland, Heide Simonis.

Mitglied werden kann man bei „Go Ahead!“ schon für einen Euro pro Monat.

Mit 204,50 Euro unterstützt die 1. Tischtennis-Mannschaft des TV Hude „Go Ahead!“. Für jeden Punktgewinn in der Oberliga-Saison kamen 15 Euro in die Kasse, außerdem wurden bei den Heimspielen Spenden gesammelt. Das Geld übergab Mannschaftsführer Felix Lingenau am Dienstag an Johannes Hillje.

Mehr Infos unter www.goahead-organisation.de

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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