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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Seniorenwohnungen auf Gärtnerei-Areal?

17.05.2019

Hundsmühlen Insgesamt 17 seniorengerechte Wohnungen, eine Arztpraxis und zwei Einfamilienhäuser sind auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Meißner an der Hunoldstraße geplant. Einzelheiten dazu stellte die Oldenburger Architektin Ina Bischoff jetzt im Planungsausschuss vor. Buchstäblich „in Stein gemeißelt“ ist hier allerdings noch nichts, es handelt sich um erste Entwürfe.

Längs zur Hunoldstraße soll ein Gebäude mit fünf Wohneinheiten sowie einer Arztpraxis im Erdgeschoss entstehen. Mit rund 30 Metern Länge und einer Firsthöhe von zwölf Metern dient dieses Gebäude als Riegel an der recht stark befahrenen Hauptstraße durch den Ort. Etwas zurückgesetzt gruppieren sich seitlich und hinter dem ersten Gebäude zwei weitere Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohnungen von 55 bis 100 Quadratmetern Wohnfläche. Besucherparkplätze sowie Parkraum für Patienten der Arztpraxis sind auf dem Grundstück vorgesehen, für jede der Wohnungen sind zwei Tiefgaragenparkplätze geplant.

Sensibler Bereich

Bei der Außengestaltung wolle man sich an der Umgebung orientieren, so Ina Bischoff: Sie setzt auf die klassische Gebäudeform mit Satteldach, rotem Klinker und grauem Dach. Die Häuser verfügen über einen Fahrstuhl. Weitere Ausstattungsmerkmale für seniorengerechtes Wohnen – etwa breitere Türen – werden im städtebaulichen Vertrag geregelt, so Bürgermeisterin Martina Noske auf eine entsprechende Frage.

Insgesamt kamen die Pläne bei den Ausschussmitgliedern gut an. „Ich bin angenehm überrascht von der Planung – das ist genau das, was der Ort braucht“, sagte Achim Grätz (CDU) und sprach damit für viele der Ausschussmitglieder. Ralf Dierks (SPD) plädierte dafür, dass Investor und Ortsverein bei den Planungen zusammenarbeiten. Für eine Beteiligung der Bevölkerung sprach sich auch Detlef Bollmann (Grüne) aus. „Das ist ein sensibler Bereich hier mitten im Ort“, machte er deutlich.

Dieses Augenmerk auf die Bürgerbeteiligung kam nicht von ungefähr: Der Ortsverein hatte moniert, zwar anfangs in die Planungen miteinbezogen, letztendlich aber vor vollendete Tatsachen gestellt worden zu sein. Die Ortsvereinsmitglieder kritisieren insbesondere den Gebäuderiegel direkt an der Hunoldstraße als zu massiv (NWZ vom 14. Mai). Sie haben daraufhin einen eigenen Entwurf anfertigen lassen, der jedoch nicht Thema im Ausschuss war. Mit zwei vorgebauten Giebeln greift dieser Entwurf die zur Hunoldstraße ausgerichteten Giebelfronten der bestehenden Wohnhäuser auf, ein Doppelwalmdach statt des einfachen Satteldachs soll dem Gebäude außerdem mehr Leichtigkeit verleihen.

Keine Umweltprüfung

Um die Höhe des Gebäudes ins Verhältnis zu anderen höheren Bauten an der Hunoldstraße setzen zu können, regte Armin Köpke (CDU) an, dem Ausschuss solle die Höhe des Huntecenters genannt werden. Detlef Sonnenberg (SPD) ergänzte, es wäre hilfreich, die Höhe aller größeren Gebäude in der Umgebung zu kennen. Dies liefert die Verwaltung nun nach.

Um das Projekt zu realisieren, muss zunächst der Bebauungsplan geändert werden. Hier spricht sich die Verwaltung für ein sogenanntes „Beschleunigtes Verfahren“ aus. Dies ist möglich beispielsweise bei ehemals bebauten Grundstücken im Innenbereich von Ortschaften und bei Nachverdichtungen. Diese unter § 13a BauGB geregelte Möglichkeit ist eine reine Kann-Bestimmung. Eckhardt Hildebrandt (FWG) mahnte deshalb an, auf das beschleunigte Verfahren zu verzichten. „Hier ist keine Eile geboten“, sagte er. „Wir müssen auch die Bevölkerung mitnehmen.“ In der Einwohnerfragestunde meldete sich auch Winfried Koslowski vom Ortsverein Hundsmühlen zu Wort. „Der Bebauungsplan wird hier ausgehebelt“, befürchtete er. Jochen Hillenstedt (Grüne) dagegen sprach sich ganz eindeutig für ein beschleunigtes Verfahren aus. Diese Art des Verfahrens setzt keine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit voraus, auch die Umweltprüfung ist nicht notwendig.

Beweissicherung

In der Nachbarschaft allerdings gibt es schon jetzt Bedenken. Die Höhe der Bebauung neben der überwiegenden Einzelhausbebauung war ein Kritikpunkt in der Einwohnerfragestunde. Zudem bat eine Anwohnerin um ein Beweissicherungsverfahren, da sie durch eine Grundwasserabsenkung Schäden an den bestehenden Häusern befürchtet.

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Anke Brockmeyer Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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