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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Wenn der Land- zum Dokumentenwirt wird

03.11.2018

Huntlosen Ein Ort mit vielen Anlaufstellen für Landwirte ist das Grüne Zentrum an der Sannumer Straße in Huntlosen. Hier ist auch der Sitz des Maschinenringes Oldenburger Land/der Agro Dienst GmbH. Sie kümmert sich um die Belange von 776 Mitgliedern, wie Geschäftsführer Rolf Breitenbach berichtet. Dabei nimmt die Dokumentation immer breiteren Raum ein. Nährstoffvergleiche, Düngebedarfsermittlungen, Stoffstrombilanzen – das ist nur ein Teil der Doku-Pflichten für die Landwirte von heute. Breitenbach: „So ist es nicht verwunderlich, dass manch einer schon vom ,Büro-Landwirt’ spricht.“

„Mit Inkrafttreten der neuen Düngeverordnung wurden die erlaubten Wirtschaftsdüngermengen weiter begrenzt.“ Somit sei eine emissionsarme und pflanzenbedarfsgerechte Düngung im Einklang mit Ökologie und Ökonomie wichtiger denn je. Anzustreben sei „eine ressourcenschonende Landwirtschaft – eben auch aus Eigeninteresse“, heißt es seitens des Agro Dienstes. Eine bedarfsgerechte Düngung auf den Zentimeter genau – per GPS und anderen Systemen sei sie bereits möglich.

Der technische Fortschritt habe auch in der Landwirtschaft Einzug gehalten, mit ihm aber auch die Bürokratie. Die verpflichtende Düngebedarfsermittlung vor der ersten Düngung im Frühjahr verschaffe einen Überblick. Der festzustellende Düngebedarf werde anhand der Fruchtfol-ge, verschiedener Werte und Bodenproben ermittelt und diene zur Planung einer flächenbezogenen Düngung.

Ein weiterer Effekt der neuen Düngeverordnung ist die vermehrte Vermittlung von (Biogas-)Gülle und Mist in Ackerregionen mit niedrigen Tierbeständen. Für jeden Transport von Wirtschaftsdünger ist dabei ein Lieferschein zu erstellen, der innerhalb von vier Wochen nach Lieferung im Meldeprogramm der Landwirtschaftskammer zu hinterlegen ist. Eine Vielfalt an Separationstechniken soll Abhilfe schaffen und zur Reduktion der Nährstoffgehalte in den Wirtschaftsdüngern führen.

Aktuell informieren sich die Landwirte insbesondere zum Thema Stoffstrombilanz. Mit dem Kalenderjahr 2018 ist diese erstmalig mit einer Frist zum 30. Juni 2019 zu erstellen und beinhaltet alle Aufnahmen (Dünger, Saatgut, Futter etc.) und Abgaben (Schlachtvieh, Getreide, Stroh etc.) eines Betriebes.

Unter diese Regel fallen viehhaltende Betriebe mit mehr als 50 Großvieheinheiten (GV) und mehr als 2,5 GV je Hektar sowie Betriebe mit mehr als 30 ha und 2,5 GV/ha oder mehr als 750 kg Stickstoff (N) im Bezugszeitraum in Form von Wirtschaftsdüngeraufnahmen. Der Maschinenring/die Agro-Dienst GmbH hat sich dieser Entwicklung angepasst und das Team der Nährstoffberatung zuletzt weiter aufgestockt.

Ein anderer Aspekt laut Breitenbach: „Ein Landwirt ist immer in Bereitschaft, sei es bei einem Störfall der Biogasanlage, einer kalbenden Kuh oder bei spontaner Nachbarschaftshilfe. So ganz Feierabend hat ein Landwirt nie.“ Deshalb biete man mit vier hauptberuflichen Betriebshelfern für diese Fälle von Engpässen und/oder Krankheit Unterstützung an. Weitere Dienstleistungen seien der Winterdienst, die Flächenvermessung oder Hilfestellungen hinsichtlich der Arbeitssicherheit auf den Betrieben.

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