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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jeder Landwirt ist gefordert

29.03.2019

Huntlosen Der Vorsitzende des Maschinenrings Oldenburger Land, Dennis Hellbusch, hat die geplante neuerliche Verschärfung der Düngeverordnung kritisiert. Während der Jahreshauptversammlung am Mittwochabend in Huntlosen sagte er: „Wir müssen uns immer auf neue Dinge einstellen. Dabei wissen wir noch nicht einmal, wie wir die alten neuen Forderungen auf die Reihe bringen.“ Als Beispiele nannte er die Düngerbedarfsermittlung und die Stoffstrombilanz.

An der Demonstration gegen die Verschärfung der Düngeverordnung am Donnerstag, 4. April, in Münster wollen auch Landwirte aus dem Kreis Oldenburg teilnehmen. Dafür setzt der Kreislandvolkverband einen Bus ein.

Maschinenring Oldenburger Land

Der Maschinenring Oldenburger Land und die Tochtergesellschaft Agro-Dienst GmbH sind landwirtschaftliche Selbsthilfeorganisationen für Maschinenvermittlung, Betriebshilfe, Haushaltshilfe und Beratung.

Von den 768 Mitgliedern (11 Zugänge und 17 Abgänge) des Maschinenrings sind 697 landwirtschaftliche Betriebe, 39 landwirtschaftliche Lohnunternehmer und 32 fördernde Mitglieder. Die landwirtschaftliche Fläche der Mitglieder beträgt 40 988 Hektar.

Die Umsätze: Betriebshilfe: 151 166 Euro; Schlepper und Transporte: 509 719 Euro; Bodenbearbeitung: 89 643 Euro; Düngung, Bestellung und Pflege: 224 726 Euro; Futterbau, Silageernte: 204 164 Euro; Getreide und Strohbergung: 30 479 Euro, Pflanzenschutz: 70 966 Euro; Hackfrucht: 2940 Euro

Der Agro-Dienst hat 38 587 Kubikmeter Gülle und 9417 Tonnen Mist vermittelt. Als Wirtschaftsdüngermenge wurden 667 748 Kubikmeter verbucht.

Gleichwohl betonte Hellbusch, dass das Ziel der Landwirte unstrittig sei, die Grundwasserbelastung durch Nährstoffeinträge zu minimieren. „Jeder Landwirt ist hier gefordert, die notwendigen Düngungsmaßnahmen gewissenhaft durchzuführen. Es ist uns aber auch sehr deutlich bewusst, dass gerade die Betriebe, die Lagerraum für Gülle, Mist oder Silage schaffen müssen, diesen Kraftakt alleine nicht stemmen können.“

Geführt wird der Maschinenring von Geschäftsführer Rolf Breitenbach und dem Vorstand um Dennis Hellbusch. Drei Vorstandsmitglieder sind wegen der Altersgrenze (65 Jahre) ausgeschieden. Gerd Hanken aus Bookholzberg leistete seit 1988 im Maschinenring Oldenburger Land und seinen Vorläufern Vorstandsarbeit. Heiner Heuermann aus Holtorf war 34 Jahre Mitglied im Beirat beziehungsweise Vorstand tätig. Reiner Spille aus Dötlingen engagierte sich 32 Jahrelang im Vorstand der Maschinenringe. Dafür sprach ihnen Vorsitzender Hellbusch im Namen der 768 Mitgliedsbetriebe Dank und Anerkennung aus und überreichte ihnen eine Urkunde sowie die silberne Ehrennadel.

Die drei Posten konnten nicht alle wieder besetzt werden, sodass der Vorstand von 15 auf 13 Personen verkleinert wurde. Einzig neu in den Vorstand wurde Wiebke Spille aus Dötlingen gewählt. Wiedergewählt wurden Bernd Kunst, Ralf Osterloh, Heiner Stigge und Henning Wieting.

Gast des Maschinenrings war Dr. Urban Keussen, Vorstandsmitglied der EWE und verantwortlich für die Sparte Technik. Er sprach über die Zukunft von regenerativer Energie aus Wind, Photovoltaik und Biogas. „Die Energiewende bedeutet, CO2 einzusparen“, so Keussen. Um die CO-Bilanz ins Lot zu bringen, müsste die Stromgewinnung aus Wind und Sonne massiv ausgebaut werden.

Das Problem sei aber die Speicherung. Die Energiespeicher für Strom in Deutschland reichten lediglich für eine halbe Stunde, die für Gas 30 Tage. Im Gegensatz zu Kraftwerken seien Sonne und Wind nicht steuerbar. „Die Frage ist daher, wie wir mehr Flexibilität in die Steuerung erneuerbarer Energien bekommen“, so Keussen. In jedem Fall werde der Norden die Stromregion Deutschlands, deshalb müssten die Netzkapazitäten auch ausgebaut werden.

In Sachen Mobilität sieht Keussen neben Elektrofahrzeugen durchaus auch Chancen für Wasserstoff, insbesondere für den Lkw- und Eisenbahnverkehr. Wasserstoff sei eine feine und saubere Sache.

Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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