• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Markt
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Events
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

KA fordert: Planung einstellen

07.09.2017

Huntlosen Das Verfahren zur Bauleitplanung für die Steuerung von Tierhaltungsanlagen in der Gemeinde Großenkneten sollte eingestellt werden. Diesen Standortpunkt vertritt die Kommunale Alternative (KA) vor der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses an diesem Donnerstag. „Die Planung hat

keinen Mehrwert für die Landwirtschaft, geschweige denn für die Bürgerinnen und Bürger“, heißt es in einer Pressemitteilung von Eduard Hüsers zu einer Infoveranstaltung der KA am Dienstagabend zu diesem Thema.

30 Gäste verfolgten die Ausführungen von KA-Ratsherr Uwe Behrens zu der Planung, die die KA seit 2014 konsequent ablehnt. Die Kritik: „Die Planung ist nicht zielführend im Sinne der vom Rat gesteckten Ziele, zum Beispiel Verhinderung des Stallbaus im Außenbereich, da eine Privilegierung für gewerbliche Stallbauten im Außenbereich nach einem Gutachten sowieso nicht erlaubt ist.“ Hier müsse nur die bestehende Rechtsprechung konsequent umgesetzt werden.

Ausschuss am Abend

Der Planungs- und Umweltausschuss der Gemeinde Großenkneten tagt an diesem Donnerstag, 7. September, 17 Uhr, im Großenkneter Rathaus. Nach dem Bebauungsplan Am Lemsen Ahlhorn und dem Entwurf für das neue Feuerwehrhaus in Huntlosen geht es um die Entwürfe für die fünf Bebauungspläne für die Steuerung von Tierhaltungsanlagen und den nächsten Schritt – die öffentliche Auslegung der Pläne.

Die Ziele „Reduzierung der Emissionen“, „nachhaltige Entwicklung der Landwirtschaft“ und „heimische/ortsansässige Landwirtschaft fördern“, seien mit Ställen nicht zu erreichen, zeigte sich Uwe Behrens sicher. „Bei einer Intensivierung der Tierhaltung, also mehr Ställen, werden die Gesamtemissionen auf alle Fälle größer und die Erfahrung der vergangene Jahre zeigt, dass der Preisdruck größer wird und mittlere Betriebe auf der Strecke bleiben. Die Kleinen suchen sich ihre Nische“, ergänzte Eduard Hüsers.

Das Fazit der KA: Sie lehnt diese Steuerung der Tierhaltungsanlagen ab und fordert die anderen Parteien auf, diesen Planungen nicht zuzustimmen. „Zumindest die Baufenster im Außenbereich sind herauszunehmen“, heißt es.

Nabu warnt vor höheren Tierzahlen

Stallbauten IiSchreiben an Gemeinderat

Großenkneten usuPost vom Naturschutzbund (Nabu) Oldenburger Land haben alle Mitglieder des Rates der Gemeinde Großenkneten erhalten. Anlass ist die Beratung der Bauleitplanung für die Steuerung der Tierhaltungsanlagen. Der Nabu appelliert an den Rat, dafür zu sorgen, dass keine gewerblichen Erweiterungen von Tierhaltungsställen zulässig gemacht werden. Zudem sollen eventuelle Erweiterungen dem jeweiligen bestehenden landwirtschaftlichen Betrieb entsprechen.

Grundsätzliches Ziel müsse es sein, so der Bezirksvorsitzende Rolf Grösch in seinem Schreiben, dass „die Gesamt-Immissionen aus der Landwirtschaft nicht gesteigert, sondern langfristig verringert werden“.

Das Ziel der Gemeinde, „durch die Einrichtung von Baufenstern für bestehende landwirtschaftliche Betriebe die Flächen außerhalb dieser Baufenster“ frei zu halten, begrüßt der Nabu grundsätzlich. „Die Planungen der Gemeinde sehen allerdings vor, 156 Bestands- und 67 Entwicklungsflächen auszuweisen, auf denen dann sowohl landwirtschaftliche als auch gewerbliche Ställe – ohne Futterflächenanbindung – baurechtlich zulässig sein sollen“, schreibt der Nabu. Rolf Grösch: „Eine Steigerung der Tierzahlen durch noch mehr Stallbauten ist aber – in dieser durch intensive Tierhaltung ohnehin hoch belasteten Gegend – eine ökologische Katastrophe.“

Schon jetzt gebe es innerhalb der Gemeinde Großenkneten genehmigte Ställe für rund 1,2 Millionen Masthühner, 300 000 Puten, 550 000 Legehennen, 85 000 Mastschweine und 11 000 Rinder, listet der Nabu-Bezirksvorsitzende auf. In dem dreiseitigen Schreiben weist er ausführlich auf die negativen Folgen für Wasser, Boden, Artenvielfalt und Klima hin.

Weitere Nachrichten:

Kommunale Alternative