• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Verfall der Holzpreise macht Sorgen

27.05.2019

Hurrel Die Auswirkungen der Sturm- und Orkanereignisse 2017/18, der extrem trockenen Sommer 2018 und ein starker Käferbefall standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft Oldenburg-Delmenhorst bei Mehrings in Hurrel.

In seinem Jahresbericht ging Forstbetriebsgemeinschaft-Vorsitzender Günter Westermann auf diese Punkte näher ein und sprach von einer „Borkenkäferpopulation ungekannten Ausmaßes“. Keine guten Jahre für die Waldbauern.

Allein in Niedersachsen betrug die Sturmholzmenge 2,5 Mio. Festmeter plus der Schadholzmengen durch den Borkenkäferbefall. In der Gesamtheit habe dies zu einem Verfall der Holzpreise geführt, so Westermann. Schadholz sei aktuell kaum zu vermarkten. „Wir Waldbesitzer müssen uns bei der Baumartenwahl in neu zu begründenden Kulturen nach neuen Sortimenten umsehen, denn neben der Rotfichte gehört auch die Rotbuche zu den Verliererbaumarten durch den Klimawandel“, hob er hervor.

Die Witterung sei auch im vergangenen Halbjahr viel zu trocken ausgefallen. Die in diesem Zeitraum gepflanzten Kulturen sehen zurzeit nicht gut aus. „Regen fehlt an allen Ecken und Kanten“, so Westermann. Weitere Punkte im Jahresbericht waren die Rückkehr zu den Förderrichtlinien für Waldbesitzer vor der Zeit des Ministers Meyer (Die Grünen), die Lehrtagesfahrt ins Bassumer Palettenwerk und die Besichtigung der Waldbestände des Forstamtes Erdmannshausen. Die nächste Dreitagesfahrt führt im September nach Wernigerode.

Anschließend berichtete der Leiter des Forstamtes Weser-Ems, Dr. Florian Stockmann (Warendorf), von forstlichen Tagesthemen. Schwerpunkt war dabei die Borkenkäferkalamität 2017/2018. Kupferstecher und Buchdrucker hätten den Beständen arg zugesetzt. „Es hat eben einfach nicht geregnet. Die Bäume konnten den Käfern nichts entgegensetzen, weil sie nicht ausharzen konnten“, so Dr. Stockmann. EU-weit seien 100 Mio. Raummeter durch Sturm und Käferplage betroffen. In diesem Jahr sieht es aufgrund der kälteren Witterung und mehr Regen besser aus. Wichtig sei aber auch ein aufgeräumter Wald und entsprechende richtige Borkenkäfer-Fallenaufstellung.

Bezirksförster Michael Feiner hob hervor, das 23 Hektar neu angepflanzt worden seien. 72 000 Pflanzen, davon 77 Prozent Laubbaumarten und 23 Prozent reines Nadelholz, seien eingebracht worden. Sein Kollege Hubert Brüning stellte die Marktsituation vor und sprach von bislang noch auskömmlichen Preisen, aber auch vom Eschen-Sterben, das ein Pilz verursacht, der innerhalb von zwei Jahren die Bestände vernichtet.

In Brünings Schlussbetrachtung seien die Jahre 2010 bis 2018 Jahre des Geldverdienens gewesen. „Nun werden wir zwei Jahre mit geringeren Erlösen überstehen müssen. Danach wird es wieder aufwärts gehen“, mutmaßte er.

Im Vorfeld der Versammlung hatte eine Exkursion zum Thema „Waldumbau im Zeichen des Klimawandels“ und eine Vorstellung der Forstflächen durch die Gutsverwaltung von Witzleben in Hude angestanden.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.