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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Studie: Im Landkreis fast 20 Prozent neue Wohnungen nötig

15.07.2013
NWZonline.de NWZonline 2015-07-22T09:26:03Z 280 158

Studie:
Im Landkreis fast 20 Prozent neue Wohnungen nötig

Landkreis Die Menschen im Landkreis Oldenburg wohnen gut. Zumindest die meisten. Dabei geht es nicht um das schöne Umfeld, die Natur, sondern um rein statistische Zahlen. Fast nirgendwo in Niedersachsen ist die Eigenheimquote so hoch. 83 Prozent leben in den eigenen vier Wänden. Lediglich in den Landkreisen Leer (84 Prozent) und Cloppenburg (85) ist die Eigenheimquote größer.

Zum Vergleich: In der Landeshauptstadt sind die Verhältnisse fast umgedreht. In Hannover haben nur 16 Prozent der Menschen Wohneigentum – 84 Prozent leben zur Miete. In Oldenburg ist das Verhältnis fast ausgeglichen – 48 Prozent Eigentümer und 52 Prozent Mieter.

Nirgendwo in Niedersachsen gibt es auch ein günstigeres Verhältnis von Ein- oder Zweifamilienhäusern zu Mehrfamilienhäusern. Im Landkreis Oldenburg hat die N-Bank 43 236 Häuser mit maximal zwei Parteien gezählt und lediglich 8773 Gebäude mit mehreren Wohneinheiten.

Zum Vergleich: In Hannover gibt es kaum mehr Einfamilienhäuser (45 000). Dort leben die meisten Menschen in den 241 000 Mehrfamilienhäusern. In der Stadt Oldenburg ist das Verhältnis fast ausgeglichen – 40 000 Ein- zu 44 000 Mehrfamilienhäuser.

Geht es um die Qualität der Wohnbebauung, liegt der Landkreis statistisch ebenfalls im vorderen Feld. Bei den energetischen Standards ist Vechta führend. Sowohl die Zahl der modern gedämmten Dächer als auch die der gedämmten Außenwände ist dort am höchsten. Der Landkreis Oldenburg belegt jeweils Rang sieben.

Viel getan werden müsse aber beim Wohnungsbau, so die N-Bank. Das gilt übrigens auch für die Nachbar-Landkreise. Hier machen sich der wirtschaftliche Boom und die demografische Entwicklung in der Region bemerkbar. Für den Landkreis Oldenburg bedeutet das: Fast 20 Prozent zusätzliche Wohnungen müssen bis 2030 gebaut werden.

Landesweit liegt man in diesem Ranking auf Platz sechs, knapp hinter der Stadt Oldenburg und den Kreisen Harburg, Cloppenburg, Ammerland und Vechta. Schlusslichter sind Osterode, Salzgitter und Northeim, wo es bis 2030 eine Leerstandsprognose in der Größenordnung von um die 15 Prozent gibt.

Die steigende Nachfrage nach Wohnraum bedeutet auch, dass die Preise perspektivisch steigen und nicht fallen werden. Die N-Bank hat (auf der Basis von 2011) auch die Preisentwicklung berechnet. Danach kostet der Quadratmeter Bauland im Landkreis Oldenburg durchschnittlich 75,35 Euro. Wobei es im Kreis eine starke Verteilung gibt. In Hundsmühlen wird vielfach schon das Doppelte des Durchschnittspreises verlangt. Einfamilienhäuser lagen im Schnitt bei 153 000 Euro, Reihenhäuser bei 129 000. Zum Vergleich: In Osterode kosteten Reihenhäuser im Schnitt gerade mal 68 000 Euro, in Hannover 226 000 und in der Stadt Oldenburg 140 000 Euro.