• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

INTERVIEW: Im regionalen Vergleich Spitze

04.10.2008

Unternehmen

ähnelt einem

kleinen Betrieb

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

50 000 Fahrgäste hat der Bürgerbus Ganderkesee in drei Jahren an 750 Betriebstagen verlässlich ans Ziel gebracht. Dabei wurden rund 200 000 km auf der Straße zurückgelegt – „ohne Rücksicht auf deren Zustand“, wie Rolf Kuhlmann als stellvertretender Vorsitzender des Bürgerbus-Vereins anmerkt. Die Fahrer saßen 10 000 Stunden ehrenamtlich am Steuer, daneben wurden 3000 Stunden für die Organisation aufgebracht. „Fast ein kleiner Betrieb“ sei das Unternehmen Bürgerbus. 30 Mitglieder sind im „Betriebsalltag“ aktiv.

Der Bürgerbus ist an diesem 4. Oktober seit genau drei Jahren unterwegs. Fragen dazu an die Vorsitzende des Bürgerbus-Vereins, Hanna Otter-Sandstedt.

Von Karsten Kolloge

Frage: Frau Otter-Sandstedt, wie sieht es drei Jahre nach dem Start mit dem Elan der Beteiligten aus?

Otter-Sandstedt: Unsere jetzige Fahrer-Mannschaft zeigt nach wie vor ein großes Engagement. Da gibt es viel Freude am Tun. Wenn das nicht so wäre, hätten wir nicht in so kurzer Zeit 16 Leute für unsere neue Linie gewinnen können.

Frage: Wäre es denkbar, das Linienangebot nach der jetzt beabsichtigten Ausweitung noch weiter auszudehnen?

Otter-Sandstedt: Bestimmt ist mehr machbar, aber vielleicht mit anderen Menschen. Für unseren Verein sind da Grenzen erreicht, mehr geht ehrenamtlich nicht.

Frage: Breitet sich die Bürgerbus-Idee weiter aus oder geht das Interesse eher zurück?

Otter-Sandstedt:Die Idee verbreitet sich weiter. Unsere Erfahrungen sind schon sehr gefragt, und wenn wir eingeladen werden, kommen wir gern. Der Ganderkeseer Bürgerbus-Verein hat im gesamten Umkreis in den drei Jahren den größten Erfolg zu verzeichnen und die höchsten Fahrgast-Zahlen. Unter den Bürgerbus-Vereinen gibt es im Übrigen eine gute Kooperation und ein kollegiales Miteinander. Erfahrungen fließen über die Gruppe „Pro Bürgerbus Niedersachsen“, in der für uns Rolf Kuhlmann vertreten ist, zum Beispiel dann ein, wenn ein neues Fahrzeug auszuwählen ist.

Frage: Ist die Idee des Bürgerbus-Vereins, mit ehrenamtlichem Einsatz eine weggebrochene Infrastruktur zu füllen, übertragbar auf andere Bereiche? Könnten zum Beispiel irgendwann einmal Ehrenamtliche die Post in entlegene Bereiche bringen?

Otter-Sandstedt:Dazu ist erstens zu sagen, dass bestehende Arbeitsplätze durch Ehrenamtliche nicht vernichtet werden dürfen. Zweitens ist es sicherlich nötig, das Bewusstsein der Bürger zu sensibilisieren, dass nicht alles bezahlt und organisiert wird. Wünschenswert wäre, dass sich die Menschen mitverantwortlich fühlen. Drittens wäre es meines Erachtens nicht angemessen, weitere Aufgaben an immer neue Fördervereine oder an Ehrenamtliche zu geben. Da kämen Menschen an ihre Grenzen. Städte und Gemeinden stehen schon auch in der Verantwortung.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.