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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

In kleinen Schritten zu neuer Organisation

20.05.2014

Wildeshausen Quo Vadis Gilde? Das war die Frage im Krandelhaus. Vor mehr als 60 Jahren wurden die Statuten und Dienstvorschriften der Wildeshauser Schützengilde niedergeschrieben und so auf die neuen Rahmenbedingungen der Nachkriegszeit angepasst. „Das ist lange her. Es ist an der Zeit, dass wir etwas unternehmen“, so Oberstleutnant Karl-August Kolhoff vom Zukunftsausschuss der Gilde.

Themen waren die über die Jahre veränderten Bedingungen und die Fortentwicklung der Gilde als Traditionsverein, aber auch die Einbindung der Clubs in das Gildewesen. „Wir wollen und müssen einen Sprung machen, um uns der Zeit und der Entwicklung der Gilde anzupassen. Dafür brauchen wir die Unterstützung der zahlreichen Gildeclubs“, sagte Kohlhoff.

Schon lange sei die Gilde als Verein an die Organisationsgrenzen gestoßen, schilderte Kolhoff. „Früher marschierten 700 Männer aus. Heute sind es 3000, die am Gilde-Ausmarsch am Dienstag teilnehmen.“ Daneben habe sich das Gildefest zu einem überregionalen Volksfest entwickelt. „Aber die Zahl der Offiziere, die letztlich für die Organisation und den Ablauf verantwortlich zeichnen, ist dabei gleich geblieben“, sagte Kolhoff und weiter: „Der Festumzug und das Gildefest an sich sind so kaum noch zu organisieren. Das wollen wir ändern. Nicht dieses und nächstes Jahr, sondern in kleinen Schritten mit euch.“

Mit seiner Einleitung stieß Kolhoff auf offene Ohren bei den Gildeclub-Vertretern. Rund 70 Clubanhänger hatten sich eingefunden und interessante Ideen sowie Bereitschaft mitgebracht.

Positiv beantwortet wurde die Nachfrage Kohlhoffs, ob eine stärke Einbindung der Clubs in das Gildefest ein möglicher Weg sei. Wie groß die Anzahl dieser privat organisierten Gildevereinigungen ist, weiß niemand genau. Zum Teil sind sie auf der Internetseite der Gilde registriert. Die Schätzungen liegen zwischen 50 und gut 100 Gildeclubs.

Vertreten wurde die Meinung, dass sich die Clubs fest einer Kompanie zuordnen sollten. Ein fester Platz im Glied würde schon helfen. „Nicht jeder kann direkt hinter der Kompaniefahne marschieren. Hier muss eine Ordnung her“, forderte Kolhoff.

Angeregt wurde auch, dass sich die Clubs registrieren und jeder ein oder zwei Ansprechpartner benennt. So könne über Mail und Internet Kontakt aufgenommen werden. Sogar eine Gilde-App kam ins Gespräch, um den Informationsfluss modernen Kommunikationswegen anzupassen. „Wir verschließen uns solchen Wegen nicht“, so Kolhoff und verwies auf den aktuellen Gilde-Auftritt im Internet. „Generell ist es wichtig, dass ihr uns heute hier die Bereitschaft signalisiert, aktiv mitzuarbeiten.“ Nur so könne die Gilde ein Traditionsfest bleiben und nicht zu einem ausufernden Volksfest wie andernorts auch werden.

Ein weiteres Thema war die Neugestaltung des Mittwochs – ein Tag, der immer für die Firmen und Wildeshauser da war, aber heute kaum eine Bedeutung hat. Auch das soll sich wieder ändern.

Der Zukunftsausschuss will nun regelmäßig einladen, um die Gilde weiter zukunftsfähig und der Zeit entsprechend zu gestalten.

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