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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tollwut hierzulande nahezu besiegt

28.09.2017
Frage: Herr Städing, sind Sie schon einmal einem tollwütigen Tier begegnet?
Städing: Mir sind dienstlich und auch privat – ich bin auf dem Land aufgewachsen – in den gut 50 Jahren, die ich mich zurück erinnern kann, noch keine tollwütigen Tiere begegnet. Wohl habe ich in den 1980ern/19990ern ein paar tot aufgefundene Füchse in meinem Revier bei Braunschweig auf Tollwut untersuchen lassen. Jeweils ohne positives Ergebnis.

Welt-Tollwut-Tag

Noch immer sterben jährlich etwa 55 000 Menschen an Tollwut – vor allem in Asien und Afrika. Hierzulande wurde die Krankheit erfolgreich bekämpft. Jährlich am 28. September macht die gemeinnützige Initiative „Alliance for Rabies Control“ auf sie aufmerksam.

Frage: Spielt denn die Tollwut bei uns überhaupt noch eine Rolle?
Städing: Nach meiner Beobachtung war einige Jahre nach der flächendeckenden Impfung mit Impfködern, die ich selber auch noch Anfang der 90er-Jahre in meinem damaligen Revier verteilt habe, das Tollwutrisiko soweit abgesunken, dass es heute nur noch ein Restrisiko für Menschen mit Fledermauskontakt gibt.
Frage: Gibt es andere vom Tier auf den Menschen übertragbare Krankheiten, die in hiesigen Wäldern – etwa dem Hasbruch – lauern?
Städing: Da bleibt weiterhin die Zecke, die Borreliose-Erreger übertragen kann, ein Risikofaktor. Auch die Übertragung von FSME, also Frühsommermeningitis, durch Zecken ist auf dem Vormarsch, aber meines Wissens hier noch nicht angekommen. Daher gilt es weiterhin, Zecken am Körper zu erkennen und sie schnell und fachgerecht zu entfernen, um das Infektionsrisiko gering zu halten. Die Untersuchungen zum Krankheitsrisiko durch Fuchsbandwurmeier haben ergeben, dass dieses Risiko sehr gering ist.
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