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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jeder Donnerstag ist ein besonderer Tag

24.01.2013

Wildeshausen Seit vier Jahren lebt Helma Beckmeyer in der Kreisstadt. Doch in dieser Zeit hat sie sich bereits mit großem Einsatz ehrenamtlich engagiert. Seit Gründung der Wildeshauser Tafel ist die gebürtige Sächsin dabei. Für ihren Einsatz wurde sie von Leserinnen und Lesern der NWZ  im Rahmen der Aktion „Mensch des Jahres“ vorgeschlagen.

„Als es darum ging, eine Tafel in Wildeshausen zu grün-den, sind mein Mann Piet Goosmann und ich zur Informationsveranstaltung gegangen. Wir fanden es wichtig, etwas für Bedürftige zu unternehmen“, erinnert sich Beckmeyer zurück. Während sich Piet Goosmann um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert, übernahm sie den Posten der Schriftführerin, den sie noch heute ausfüllt. Viel wichtiger sei ihr aber die Mitarbeit direkt an der Basis. Wenn an diesem Donnerstag die Ausgabestelle der Tafel auf dem Gelände der Himmelsthür öffnet, ist Beckmeyer von 9 bis 18 Uhr auf den Beinen. „Es ist immer ein langer Tag, aber die Arbeit macht einfach Spaß und erfüllt einen“, sagt sie. Vor allem dann, wenn man sehe, wie viele Menschen auf diese Art der Unterstützung angewiesen seien. „Und leider werden es nicht weniger“, so die Mitbegründerin der Tafel.

Erschreckend sei vor allem anzusehen, dass die so genannten Kunden immer jünger würden. „Wenn die Zeit zu einem Gespräch bleibt, wo rauf ich immer achte, dann ist es schon ergreifend, zu hören, wie es um das tägliche Auskommen mancher Mitmenschen bestellt ist.“ Als Beispiel führt sie eine junge Frau um die 30 Jahre an, die seit Tagen in einen leeren Kühlschrank blickte und sich über ein Essen von der Tafel freute.

„Man kennt die Stammkunden, und von ihnen kommt auch etwas zurück“, erzählt Beckmeyer. Zur Weihnachtszeit haben einige der Bedürftigen kleine Engel gebacken und diese an die Helfer der Tafel verteilt. Andere wiederum erzählen gerne einmal aus ihrem Alltag. Beckmeyer: „Es ist viel Aufwand, den man betreibt, aber es lohnt sich, wenn ich in die Gesichter blicken kann und die Erleichterung über ein gutes Essen und die Hilfe sehe.“

Für Helma Beckmeyer ist jeder Donnerstag ein besonderer Tag. „So lange ich das mit meiner Gesundheit vereinbaren kann, werde ich bei der Tafel aktiv mitarbeiten“, kündigt die agile Rentnerin an.

Alle Hände würden gebraucht, denn möglichst noch im April soll im Dorfgemeinschaftshaus Ahlhorn eine weitere Ausgabestelle der Tafel öffnen. „In der Anfangszeit werden wir hier aus Wildeshausen dort mitarbeiten müssen, um alles in die richtigen Wege zu leiten.“ Ihre Erfahrung werde auch in Ahlhorn gefragt sein, zeigt sich die Helferin der Tafel überzeugt.

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