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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Jugend möchte Landleben nicht missen

11.08.2014

Bergedorf Die Frage, ob sie auch ihre Zukunft in Bergedorf verbringen wollen, fassen sie schon fast als Beleidigung auf. „Ich könnte mir nicht vorstellen, woanders zu leben“, sagt Tomke Baum (19), wohl im Namen der ganzen Dorfjugend. Während es andere Jugendliche in Großstädte wie Hamburg oder Bremen zieht, genießt sie die Vorteile des Landlebens. „Wo hat man sonst den Luxus von reichlich Platz und kann sich Hunde oder Pferde halten?“

Vor gut einem Jahr haben sich Tomke, Britta von Seggern (21), Pascal Drücker (19), Hendrik Stöver (19), Marc von Seggern (19) und André Harms (21) an die Spitze der Dorfjugend gestellt. „Da wächst man so rein, spätestens nach der Konfirmation“, sagt Hendrik, der eine Ausbildung zum Industriemechaniker absolviert. Hauptaufgaben seien die Organisation des Osterfeuers und des Maibaumsetzens. „Da geht es unter anderem um die Besetzung der Grillbude und der Theke“, berichtet Hendrik.

Auch den Grillstand zur 825-Jahr-Feier hat die Dorfjugend organisiert. Nicht ganz einfach sei es, die richtige Menge an Fleisch und Würstchen abzuschätzen. Aber die Weitergabe des „Überschusses“ ist kein Problem: „Das verkaufen wir dann im Dorf zum Einkaufspreis.“

Die Clique kennt sich schon seit Kindergarten- und Schultagen. Gemeinsam traten die meisten in die Freiwillige Feuerwehr oder den Schützenverein ein. Gemeinsam geht es zu Disco-Veranstaltungen in Hude oder in Oldenburg. „Wir Mädels machen schon mal Cocktail-Abende“, verrät Britta von Seggern. Keine Frage, dass es fürs Mobiltelefon auch eine gemeinsame „Whatsapp-Gruppe“ gibt. Für Aktionen müssen mehr als 30 junge Leute im Alter zwischen 14 bis 25 Jahren informiert werden.

Gern erinnert sich die Clique an die Tanzschule zurück. „Die Tanzschule Jacek Lenard hat hier einen Kurs im Bergedorfer Krug angeboten“, erinnert sich Pascal, „da haben damals 20 Leute mitgemacht.“ Und wer für die Bewachung des Maibaums zuständig ist, hat natürlich schon einen Maibaum stibitzt. „Der stand da so unbewacht rum“, erzählt Hendrik. „Da konnten wir nicht widerstehen.“ Die Trophäe wurde, angebunden an der Stoßstange des Autos, durchs Dorf geschleift. Wo das war, wird natürlich nicht verraten.

Zusammengeschweißt habe das Dorf auch das gemeinsame Public Viewing während der Olympischen Spiele in London. Gemeinsam drückten Hunderte Vielseitigkeitsreiterin Sandra Auffarth die Daumen. Eine zweite Auflage des Rudelguckens stand in diesem Sommer während der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien an.

Und was fehlt noch in Bergedorf? Die Antwort verblüfft: „Ein vernünftiger Fußballplatz mit Toren“, sagt Marc. Und Tomke ergänzt: „An manchen Tagen bolzen hier bis zu 40 Kinder. Die kommen auch aus Ganderkesee, Dehlthun oder Falkenburg zu uns.“ Mit dem schnellen Internet sind die Jugendlichen zufrieden: „Bei uns wurde zuerst ausgebaut“, weiß Hendrik. „Hier läuft’s rund.“

Mit dem Schmieden von Zukunftsplänen ist die Gruppe eher sparsam. Marc will erstmal sein Studium beenden. Hendrik weiß schon, dass er den elterlichen Hof wohl nicht übernehmen wird: „Ich fühle mich in meinem Beruf sehr wohl.“ Ach ja, es gibt doch noch einen Wunsch, wenn der Nachwuchs im Dorf bleiben soll: „Etwas Bauland wäre nicht schlecht“, ist sich die Clique wieder mal einig.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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