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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kältelöcher mindern Ernteertrag

24.06.2010

GANDERKESEE Adieu du schöne Spargelzeit. Ein Jahr lang Warten heißt es nun, bis die köstlichen weißen Stangen wieder verzehrt werden können. An diesem Donnerstag ist für alle Spargelbauern der offiziell letzte Erntetag.

„Die Spargelpflanze muss jetzt ruhen und wieder Energie sammeln fürs nächste Jahr“, erklärt der Ganderkeseer Landwirt Rudolf Schwarting. Die Pflanze habe ein Hormonleben, wodurch sie nur eine bestimmte Menge pro Hektar produzieren kann. Ende Juni sei diese Grenze erreicht. Danach hilft auch kein verstärktes Düngen mehr. Im Gegenteil: Dies würde die Pflanze dauerhaft schädigen. „Es ist wichtig, pünktlich mit der Ernte aufzuhören. Die Quittung würde man sonst noch jahrelang zu spüren bekommen“, so der Landwirt. Der Schaden würde sich sehr negativ auf die kommenden Ernten auswirken.

Nächte zu kalt

Schwarting hat schon am Dienstag seinen letzten Stich auf dem Spargelfeld gemacht. „Die Ware ist noch am gleichen Tag frisch rausgegangen. Nun ist es vorbei“, erzählt Schwarting. Der kalte Winter habe seiner diesjährigen Ernte keinen Schaden zugefügt. Trotzdem fällt sein Resümee eher negativ aus: „Der Start verlief noch so gut wie im vorigen Jahr. Doch dann wurden die Nächte zu kalt.“ Diese sogenannten Kältelöcher gäbe es jedes Jahr, aber normalerweise nur für eine Woche. „Dieses Jahr hatten wir von Mitte Mai bis zum Schluss damit zu kämpfen. Das hat der Pflanze die Treibkraft geraubt“, erklärt Schwarting.

Wenn die Pflanze zu lange auf einem niedrigen Temperatur-Niveau sei, könne sie sich am Tag nicht mehr davon erholen. So brachte die Ernte 30 bis 50 Prozent weniger Ertrag als der Durchschnitt der vergangenen Jahre. Das sind rund 50 Kilo pro Hektar. In guten Jahren hätte eine Ernte schon 200 bis 300 Kilo pro Hektar gebracht.

Gute Qualität

Auf die Qualität hätten sich die kalten Nächte aber nicht ausgewirkt: „Die war sehr zufriedenstellend. Nur beim letzten Spargel hat etwas die Stangenstärke gefehlt.“ Die Erntebedingungen an sich bewertet der Landwirt aber positiv: „Wir hatten relativ wenige Niederschläge. Es gab auch schon Jahre, wo es so sehr geregnet hat, dass der Boden ganz aufgeweicht war. Das war bei dieser Ernte zum Glück nicht so.“

Nächste Ernte 2011

Die Anlage ist jetzt kräftig nachgedüngt worden. Aber auch, wenn der Spargel erst wieder im kommenden Jahr gestochen wird, hat der Landwirt noch einiges mit den Pflanzen zu tun. Das Jahr über müssen diese unter anderem auf Spargelkäfer und Pilzkrankheiten kontrolliert werden. Der erste Stich wird dann wieder in der letzten Aprilwoche durchgeführt.

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