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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kaltes Büfett ist am Abend heiß begehrt

05.03.2016

Ganderkesee „Morgens mindestens zwei, mittags mindestens drei, abends mindestens vier.“ – Was sich anhört wie ein Plan zur Einnahme von Tabletten hat für Monika und Erich Kurzawski eine ganz andere Bedeutung. Nach diesem „Schlüssel“ koordinieren die beiden derzeit den Einsatz der Helfer bei der Essensausgabe für Flüchtlinge im Ort Ganderkesee. Insgesamt 40 Ehrenamtliche wirken mit. Am Donnerstagabend kamen sie im evangelischen Gemeindehaus zu einer Arbeitsbesprechung zusammen.

Aktuell sind im Ort Ganderkesee mehr als 100 Flüchtlinge zu versorgen, darunter viele Kinder. Asylbewerber insbesondere aus Albanien sind in der Turnhalle am Habbrügger Weg untergebracht, Syrer und Iraker in der Mobilbauhalle im Stadion.

Die Verpflegung findet in der Halle des Schützenhofs statt. Zum Frühstück und Abendbrot, so erklärt Monika Kurzawski, bereiten die Helfer ein kaltes Büfett vor. Das vom Schützenhof gekochte Mittagessen hingegen werde wie in einer Mensa ausgegeben.

Was die Vorlieben angeht, liege der Schwerpunkt morgens auf „süß“, abends auf „salzig“. „Es wird unwahrscheinlich viel Salat gegessen“, findet die Koordinatorin. Und: Weißbrot. Teils gehe der Inhalt von 20 Packungen pro Tag über den Tresen. Die Albaner würden auch Graubrot essen. Und Schwarzbrot? „Albaner probieren es, Syrer sind da vorsichtig.“

Das Frühstück spiele für viele der Flüchtlinge eine eher untergeordnete Rolle, „einige kommen da gar nicht“. Auch für die Helfer gehe es dann vergleichsweise ruhig zu – so dass Erich Kurzawski des Öfteren die Zeit nutzt und Sprachunterricht gibt, zusätzlich zum Unterricht der regioVHS. „Alle sind enorm bemüht, Deutsch zu lernen“, sagt Monika Kurzawski. Dabei werde auch gelacht – zum Beispiel jüngst, als das Wort „Handschuh“ erklärt wurde – und Flüchtlinge nicht glauben konnten, dass sie da einen „Schuh“ an den Händen trugen.

Abends gebe es für die meisten die Hauptmahlzeit, das bedeute auch für die Helfer „richtig Arbeit“.

Mittlerweile, so berichtet Monika Kurzawski, „kennen wir die Albaner mit Namen“. „Wenn sie nach Hause müssen, wird uns das in der Seele weh tun.“ Syrer und Iraker seien meist nur wenige Wochen im Stadion und würden dann in Wohnungen vermittelt.

Für die Zukunft wünscht sich Monika Kurzawski eine Verstärkung des Helferkreises, in dem übrigens auch Flüchtlinge fest mitwirken. Wer hier unterstützen möchte, kann Näheres im Rathaus unter Telefon   04222/445 00 erfahren.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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