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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

IMMOBILIE: Kein neues Konzept für alten Gasthof

20.10.2005

SANDKRUG Der Gasthof Sandkrug ist seit beinahe einem Jahr geschlossen. Gemeinde und Eigentümer suchen nach Lösungen.

Von Andreas Naaf SANDKRUG - Es ist still geworden um den altehrwürdigen Gasthof Sandkrug. Seit beinahe einem Jahr sind die Pforten des historischen Gebäudes an der Bahnhofstraße geschlossen. In einem Schaukasten, der eigentlich für die Speisekarte gedacht ist, hängt lediglich ein handgeschriebener Zettel. „Der Gasthof wird bis auf weiteres nicht geöffnet“, heißt es darauf. Grünkohlfahrer oder Hochzeitsgesellschaften sucht man vergebens – lediglich ein Gesangsverein nutzt die voll möblierten Räume gelegentlich für seine Übungsstunden.

Und es bleibt fraglich, ob der Gasthof in naher Zukunft wieder mit Leben erfüllt sein wird. Es gebe zwar Interessenten für das Gebäude, sagt Eigentümer August Kruse auf Anfrage der NWZ – darunter auch eine Interessengemeinschaft von Sandkruger Bürgern. Die endgültige Entscheidung stehe aber noch aus.

Er wolle das Objekt nun nochmals ausschreiben, so Kruse. Ziel bleibe: Verpachtung oder – noch besser – Verkauf der Gaststätte. Doch um jeden Preis will er das Objekt nicht an den Mann bringen. Ihm sei aus persönlichen Gründen wichtig, dass der Gasthof auch Gasthof bzw. Hotel bleibe. „Ich möchte das in gute Bahnen lenken. Und mich dann rausziehen.“

Daher hat Kruse schon mehrfach das Gespräch mit der Gemeinde Hatten gesucht, die ebenfalls an der Wiedereröffnung eines Gesellschaftshauses interessiert ist. „Wir wünschen uns nichts sehnlicher, als das bald wieder eröffnet wird“, sagt Bürgermeister Helmut Hinrichs. Er werde sich notfalls auch für Anbaumaßnahmen im hinteren Bereich des Grundstücks stark machen, der im Moment nicht bebauungsfähig ist. „In einem Naherholungsort wie Sandkrug muss an einem so zentralen Punkt ein Hotel stehen“, meint das Gemeindeoberhaupt.

Ein echter Engpass bei den Übernachtungskapazitäten entstehe durch den „Ausfall“ des Gasthofs Sandkrug aber nicht, versichert Gerd Fischbeck, Vorsitzender des Dehoga-Ortsverbandes. Gästebetten gebe es in der Gemeinde genug. „Aber für den Ort Sandkrug ist das Fehlen dieses großen Gesellschaftshauses natürlich ein Nachteil“, so Fischbeck.

Gesellschaftshaus mit langer Historie

Nach dem Gasthof Sandkrug ist sowohl die gegenüberliegende Bahnstation als auch der bevölkerungsreichste Ort in der Gemeinde Hatten benannt.

Am 8. November 1900 brannte der Gasthof ab. Nach dem Wiederaufbau befand sich das historische Gebäude im Besitz von einigen Sandkrugern wie Hermann Warneke, Johann Willers, seiner Tochter Thea Brenner und August Kruse.

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Urkundlich nachgewiesen wurde der „Sandkrug” erstmals Ende des 17. Jahrhunderts. Unhaltbar ist das Datum 1609, mit dem sich das Haus zeitweise geschmückt hat.

Eine feierliche Neueröffnung Ende vergangenen Jahres scheiterte. Die ehemalige Servicemitarbeiterin Petra Rolfes hatte den Betrieb bereits übernommen. Doch dann sagte sie die Wiedereröffnung wegen familiäre Gründe kurzfristig ab.

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