• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kein seriöser Interessent für innovative Erfindung

05.06.2013

Ganderkesee Reich geworden ist Robert Dunkelmann mit seiner Erfindung „FrozenSignal“ nicht. Der 23-Jährige gewann vor einem Jahr den Wettbewerb Jugend forscht. Sein selbstentwickeltes Siegel zeigt an, ob die Kühlkette bei Tiefkühlprodukten unterbrochen wurde.

Aber ihm gehe es in erster Linie auch keineswegs um Reichtum. Er möchte einen Gesetzesentwurf erreichen, der das Siegel zur Pflicht macht. „Die Kunden haben kein Vertrauen mehr in die Konzerne – wer weiß schon, was die mit den Lebensmitteln für einen Schabernack treiben“, so Dunkelmann.

Die Idee für seine Erfindung entstand, als er mit 18 Jahren bei einem Lebensmittelhändler jobbte. Später absolvierte er dann eine Ausbildung zum Chemisch-technischen Assistenten, in der er das nötige Know-how erwarb. Als er im Anschluss an der Fachoberschule Utbremen sein Fachabitur nachholte, bekam er im Fach Angewandtes Projektmanagement die Gelegenheit, seine Idee umzusetzen.

Sein Siegel enthält zwei durch eine dünne Schicht getrennte Stoffe. Schmilzt bei Temperaturanstieg der obere Stoff, reagiert er mit dem unteren. Das zunächst weiße Siegel verfärbt sich dann rostbraun.

Nach dem Wettbewerb wandte sich der 23-Jährige an den Bundestagsabgeordneten Holger Ortel (SPD) sowie den Landtagsabgeordneten Christian Dürr (FDP) und bat um Unterstützung für das Gesetz. Beide sicherten Dunkelmann in einem Gespräch ihre Hilfe zu, doch bis heute sei nichts passiert, ärgert sich der Ganderkeseer.

Auch Firmen und Privatpersonen signalisierten Interesse an der Erfindung. Allerdings war bisher kein seriöses Angebot dabei. Ein Interessent sprach den Ganderkeseer auf der ACHEMA – der weltgrößten Ausstellung für chemische Technik, Umweltschutz und Biotechnologie in Frankfurt – an, auf der Dunkelmann seine Erfindung präsentierte. Nur wenige Tage später bekam er einen Vertrag zugeschickt, in dem der Mann angab, Kontakte zu möglichen Käufern für das „FrozenSignal“ zu haben. Für die Bemühung um die Vermittlung verlangte der Interessent einen Tageslohn von 1600 Euro, eine Fahrtkostenerstattung von 40 Cent pro Kilometer, die Übernahme von Flugkosten in der Economy Class sowie – falls ein Verkauf zustande käme – eine Gewinnbeteiligung von 20 Prozent. „Natürlich habe ich das dubiose Angebot abgelehnt“, erzählt Dunkelmann kopfschüttelnd.

Für drei Jahre hat der 23-Jährige seine Idee patentieren lassen. „Ich hoffe, in der Zeit ergibt sich noch etwas“, so der Ganderkeseer, der aktuell im Labor der Firma Nehlsen-Plump tätig ist. Auch Ideen für eine Weiterentwicklung des Signals habe er schon. „Die werde ich aber nicht verraten“, schmunzelt der Erfinder.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.