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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Künstler sorgen sich um Oase der Stille

10.05.2019

Kellinghausen /Spradau „Wir sind zutiefst erschüttert. Mir kommen die Tränen bei dieser Vorstellung, dass deine kleine Oase zerstört wird, wenn der Bau nicht gestoppt wird.“ – E-Mails wie die von „Dedi und Ellen“ gehen dieser Tage des Öfteren bei Roland Maier Holzknecht ein. Was allen gemeinsam ist: Die Absender sind in Sorge um den Rolandshof in Kellinghausen – in dessen Nähe der Windpark Spradau um sechs Anlagen erweitert werden soll.

Der Rolandshof, so beschreibt es Eigentümer und Besitzer Roland Maier Holzknecht, sei ein Ort für Kunstfreunde und Gäste, die dort Kreativität umsetzen und Erholung suchen können. Doch genau das werde unmöglich gemacht, wenn in 600 und 1000 Metern Entfernung „ein unablässiges, fremdbestimmtes, rhythmisches Rauschen den Puls der Musiker stört“.

„Auf dem Hof wird es nun nicht mehr wirklich Stille haben können“, befürchtet Maier Holzknecht. „Der Traum, beispielsweise einmal Markus Stockhausen mit einem ,Klang-Workshop aus der Stille’ einzuladen, wird mit dem Bau der über 200 Meter hohen Windräder ad absurdum geführt.“ Es werde unmöglich gemacht, Musikveranstaltungen ohne Verstärker durchzuführen.

Landschaftsmaler, „welche kommen und Zuflucht zu einem der wenigen naturbelassenen Orte suchen, stehen nun zwischen Hochspannungsmasten und Riesenwindtürmen“.

Zwischenzeitlich hat Maier Holzknecht Einspruch gegen alle sechs Windkraftanlagen beim Bauordnungsamt des Landkreises eingelegt. „Durch Schallimmissionen von den oben genannten Windkraftanlagen sowie deren Schlagschatten wird die Lebensqualität auf der Liegenschaft Kellinghausen 3 erheblich eingeschränkt und ein entsprechender Schaden verursacht“, schrieb er und ergänzte im Gespräch mit unserer Zeitung, dass er einen Rechtsanwalt eingeschaltet habe.

Maier Holzknecht betonte, dass prinzipiell gegen Windräder zur Energiegewinnung nichts einzuwenden sei. Allerdings sei mittlerweile auf diesem Sektor durch die Strategie von Großkonzernen „jegliches Maß verlorengegangen“. „Das Auge schmerzt. Die Absicht ist Profit. Das Umfeld wird gestört.“

Maier Holzknecht sagte, dass zu den Gästen des Hofes zum Beispiel eine an Epilepsie leidende Frau zähle. Sie werde nicht mehr kommen können. Denn nur wenige Minuten des Lichtflimmerns der Windanlagen reichten aus, um zu einem Anfall zu führen.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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