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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Fairtrade: Vom Glück ohne Kerosin und Schweröl

28.09.2018

Kirchhatten Fairtrade, also fairer Handel: das klingt gut und muss unter Gerechtigkeitsaspekten auch gut sein. Aber können sich Verbraucher damit von der eigenen Verantwortung freikaufen? Oder sollten sie grundsätzlich über die aktuelle Wirtschaftswelt nachdenken?

Dazu will eine Veranstaltung am Montag, 8. Oktober, Denkanstöße geben. Unter dem Motto „Gemeinsam für ein gutes Klima“ lädt die Fairtrade-Gruppe der Gemeinde Hatten ein zum Vortrag von Prof. Dr. Niko Paech zum Thema „Klimaschutz und nachhaltige Lebensstile“. Paech ist einer der prominentesten Vertreter der Nachhaltigkeitsforscher in Deutschland. Beginn ist um 19 Uhr im Rathaus Kirchhatten, Hauptstraße 21 (Eintritt zum Vortrag ist frei).

Die langgehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System scheine kein Garant mehr für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein, betont der Volkswirtschaftler Paech. Zudem zeige die sogenannte „Glücksforschung“, dass Steigerungen des monetären Einkommens ab einem gewissen Niveau keine weitere Zunahme des subjektiv empfundenen Wohlbefindens mehr hervorrufen.

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Fairtrade-Initiator heute bei Edeka

Um Fairtrade geht es auch bei den bundesweiten „Fairen Wochen“, die an diesem Freitag, 28. September, zu Ende gehen. Aus diesem Anlass ist heute der Sandkruger Gerhard Suffert von 10 bis 13 Uhr im Edeka-Markt Uphoff in Sandkrug als Ansprechpartner vor Ort. Er möchte das Bewusstsein für fairen Handel, aber auch für regionale und Bioprodukte schärfen. Suffert hat als Initiator mit dafür gesorgt, dass sich Hatten um den Titel „Fairtrade“-Gemeinde beworben hat.

Weitere fair gehandelte Produkte gibt es in einem Regal des Eine-Welt-Ladens, das in der Flora-Apotheke in Sandkrug steht, außerdem in Gaststätten, Vereinen und im Biolandhof.

Seiner Meinung nach ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Ökonomie auszuloten, die nicht mehr allein auf Wachstum setzt. Das Ergebnis wäre eine deutlicher Rückbau arbeitsteiliger, geldbasierter und globalisierter „Versorgungsmuster“. Aus Konsumenten würden souveräne Akteure. Diese neue Ökonomie wäre zudem durch mehr Sesshaftigkeit gekennzeichnet, „also durch Glück ohne Kerosin und Schweröl.“

Niko Paech studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Osnabrück. Er habilitierte an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und vertrat den dortigen Lehrstuhl für Produktion und Umwelt von 2008 bis 2016. Derzeit forscht und lehrt er an der Universität Siegen im Studiengang „Plurale Ökonomik“.

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