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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Wir müssen Pflegeberufe attraktiver machen“

28.09.2017

Kirchhatten Um 5.15 Uhr aufstehen, zur Arbeit fahren. Schichtbeginn um 6.30 Uhr. Was das bedeutet und was es sonst noch so alles im Pflegerberuf zu tun gibt, hat Gerrit Edelmann am eigenen Leib im Seniorenpflegeheim Haus Kirchhatten erfahren. Edelmann (24), jüngstes Fraktionsmitglied der SPD im Hatter Rat, gehört zu den Jahrgängen junger Männer, die weder zur Bundeswehr noch zum Zivildienst mussten.

„Beim Tag der Pflege im Frühjahr dieses Jahres habe ich bei einem Heimbesuch gemerkt, wie viele Fragen ich zu dem Thema habe“, erzählt Edelmann. Heimleiter Björn Buchmann und Pflegedienstbetreiber Franz Gebker hatten keine Einwände, und so gab es grünes Licht für eine Hospitation des Kommunalpolitikers in der Einrichtung, Auf dem Späthen 14/19.

Halb sieben die Bewohner wecken, waschen, rasieren, anziehen, die Betten machen: Für Edelmann, der Politik, Wirtschaft und Geschichte studiert und seinen Master in Europäischer Geschichte gemacht hat und Mitarbeiter im Wahlkreisbüro des Landtagsabgeordneten Axel Brammer ist, eine ungewohnte Erfahrung. Auch wenn die erfahrenen Pflegekräfte Nicole Schröder, Liliane Sump und Christoph Cebulla den Hauptteil der Arbeit machten, war ihrem Begleiter schnell klar: „Das ist ein körperlich durchaus fordernder Beruf.“ Aufgefallen sei ihm auch der große Aufwand, der generell bei der Hygiene betrieben werde.

Menschen, die täglich in Pflegeberufen arbeiten, wissen aber auch um die psychische Belastung, wenn zum Beispiel ein Bewohner stirbt. Eine Erfahrung, die Gerrit Edelmann gut nachvollziehen kann, nachdem er schnell von einigen der Heimbewohner ins Herz geschlossen wurde.

Um 14 Uhr war sein ungewöhnlicher Arbeitstag zu Ende, nachdem er auch noch die neue Schicht kennen gelernt hatte. Sein Fazit: „Extrem positiv. Ich fand die Arbeit überhaupt nicht schlimm. Allerdings müssen wir die Berufe attraktiver machen, denn der Bedarf an Mitarbeitern wird weiter wachsen. Dazu gehören für mich eine entsprechende Entlohnung und auch ein Abschaffen der kostenpflichtigen Ausbildung, wie sie jetzt noch besteht.“

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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