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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kirchturm blieb als Antennenmast verschont

11.02.2015

Wardenburg Noch im Aufbau befand sich das bundesweite Mobilfunk-Netz, als im Juni 2001 folgende Schlagzeile in der NWZ  für Unruhe in der Gemeinde Wardenburg sorgte: „Mobilfunkantenne unsichtbar unterm Kirchenturmdach“. Über die Presse hatte die evangelische Kirchengemeinde mitgeteilt, dass der Gemeindekirchenrat einem Antrag der Deutschen Telekom zugestimmt habe, unterm Turmdach der Marienkirche eine Antennenanlage zu installieren. Als Nutzungsentgelt waren 7500 DM jährlich vereinbart.

„Wir dachten damals, es sei besser so eine Antenne unterm Kirchturmdach zu verstecken, als mit einem neuen Antennenmast das Landschaftsbild zu zerstören“, erinnert sich Udo Dreyer, damals Pastor in der Gemeinde. Doch es formierte sich eine Bürgerinitiative gegen Mobilfunk-Sendeanlagen in Wardenburg. Ihre Argumente waren unter anderem, dass eine Kirche „ein Bethaus“ sei und „kein Basar“, und dass es für Mobilfunkanlagen keine Notwendigkeit gebe, da „die telefonische Grundversorgung des Bürgers durch das Festnetz gegeben“ sei. Aus heutiger Sicht eine Argumentation, die sich überholt hat angesichts dessen, dass Handys beziehungsweise Smartphones aus dem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken sind.

Noch bevor es zu einer harten Auseinandersetzung zwischen Kirche und Bürgerinitiative kommen konnte, löste sich das Problem von allein. Kurz vor der Vertragsunterzeichnung machte im August 2001 der Mobilfunknetz-Betreiber DeTeMobil einen Rückzieher. Als Grund wurde die Einführung des neuen UMTS-Standards genannt, der größere Sendereichweiten erlaube und deshalb weniger Sendestationen benötige.

Doch die Zeit blieb in Wardenburg nicht stehen. Auch hier entwickelte sich das Handy zum Gegenstand des täglichen Gebrauchs. Die verschiedenen Mobilfunkanbieter suchten sich andere hohe Gebäude oder beantragten den Bau von Sendemasten. Als ein begehrter Antennenträger hat sich ein Siloturm im Gewerbegebiet Südwest entpuppt, auf dem mittlerweile mehr als 20 Antennen angebracht sind.

Das Montieren oder Austauschen von Sendeanlagen auf bereits bestehenden Gebäuden oder Masten bedarf lediglich einer Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur, erklärt Torsten Stuhr vom Bauordnungsamt des Landkreises. Lediglich der Bau eines Sendemastes sei durch den Kreis genehmigungspflichtig. Sieben solcher Masten stünden zurzeit in der Gemeinde Wardenburg. Der letzte wurde nach Angabe der Gemeinde vor anderthalb Jahren in Klein Bümmerstede errichtet.

Der Sendeempfang scheint weitestgehend gewährleistet. „Es gibt natürlich immer Bereiche, wo der Empfang weniger gut ist“, weiß Wardenburgs Bauamtsleiter Frank Speckmann. Von regelrechten Funklöchern habe er jedenfalls keine Kenntnis.

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