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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Klage gegen Hähnchenmaststall in Amelhausen

30.05.2017

Amelhausen Die Baugenehmigung für die Hähnchenmastanlage in Amelhausen liegt bereits seit September 2014 vor. Anfang Mai haben die Bauarbeiten begonnen. Ein Widerspruch des Naturschutzbundes (Nabu) Niedersachsen gegen die Genehmigung aus 2014 ist noch nicht beschieden wurden. Das lässt den Nabu jetzt den Klageweg beschreiten, wie er am Montag in einer Presseerklärung mitteilte.

Kreislandwirt Jürgen Seeger, der den Stall mit seiner Familie baut, sieht kein Problem in der jetzigen Situation. Er habe ja die Genehmigung. Nach Pfingsten kämen die Maurer und der Stallbau würde danach kontinuierlich weiter gehen, sagte Seeger.

Schon im Oktober 2014 reichte der Naturschutzbund einen Widerspruch gegen diese Anlage mit knapp 30 000 Hähnchenmastplätzen ein. Da der erhobene Widerspruch bislang nicht beschieden wurde, habe der Nabu nun weitere rechtliche Schritte geprüft und Klage beim Verwaltungsgericht Oldenburg eingereicht, heißt es. Unterstützt wird er dabei vom „Bündnis Mensch Umwelt Tier“ (MUT).

Es sei richtig, dass der Widerspruch noch nicht beschieden sei, bestätigte Oliver Galeotti, Pressesprecher des Landkreises Oldenburg. Er gab jedoch an, dass sich das Widerspruchsverfahren bereits „auf der Zielgeraden“ befinde, einen konkreten Termin konnte er jedoch noch nicht benennen.

„Mit dem Bau der Hähnchenmastanlage wird gegen geltendes europäisches Naturschutzrecht verstoßen“, begründet Elke Meier, Fachbereichsleiterin Naturschutz des Nabu Niedersachsen, die rechtlichen Schritte. „Es ist offensichtlich von vornherein nicht auszuschließen, dass das benachbarte Fauna-Flora-Habitat-Gebiet ,Poggenpohlsmoor‘ geschädigt wird.“ Es liegt nur etwas mehr als einen Kilometer vom Moor entfernt. Neu ist diese Argumentation nicht. Es gab sie schon im Verfahren vor der Genehmigung.

Zudem beanstandet der Nabu Niedersachsen eine unterlassene Umweltverträglichkeitsprüfung. Weiterhin befürchten die Anwohner hohe, gesundheitsschädliche Staub- und Keimfrachten aus der ungefilterten Anlage. „Große Sorge bereiten auch die aktuellen Pläne der Gemeinde Großenkneten zur Ausweisung von Flächen für den Bau von Ställen, die am gleichen Standort den Bau eines zweiten Stalles ermöglichen könnten“, heißt es von Seiten des Nabu weiter.

Zu den rechtlichen Schritten und der Klage konnte Galeotti keine konkreten Angaben machen. „Wir haben kein Schreiben vom Verwaltungsgericht vorliegen“, erklärte der Pressesprecher. Er könne daher auch nichts zu eventuellen Vorwürfen sagen.

Der Nabu Niedersachsen und Bündnis MUT beschreiten den Klageweg auch mit dem Ziel, zukünftige Planungen gewerblicher Ställe im ländlichen Außenbereich erheblich zu erschweren.

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