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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tag Des Offenen Handwerks: Klasse statt Masse in Betrieben

06.09.2010

GANDERKESEE Hartmut Günnemann war zufrieden am Sonnabendnachmittag. „Wir haben Klasser erreicht statt Masse“, konstatierte der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land nach Abschluss des ersten „Tags des offenen Handwerks“. Zwar seien nicht Hunderte oder Tausende zu den insgesamt 50 beteiligten Handwerksbetrieben zwischen Delmenhorst und Wildeshausen gekommen. Dafür seien diejenigen, die sich informiert hätten, umso interessierter gewesen.

Azubis erläutern Job

Einer von diesen Interessierten war Nico Passoke. Der 15-Jährige war mit seinem Vater Hartmut zu Meyer Technik gekommen, um sich über die Ausbildung zur Fachkraft für Gebäude- und Elektrotechnik zu informieren. Seit einem Praktikum bei Fernseh Fleischer steht für den jungen Ganderkeseer fest, dass die Ausbildung etwas mit Technik und Elektrik zu tun haben soll. Und die sei bei Meyer Technik „sehr umfangreich“, schilderte Christian Friedrich bei einem Rundgang durchs Unternehmen in Urneburg. Der Auszubildende hatte mit seinem Kollegen Sascha Petersen die Führungen der Besucher übernommen. Sehr zur Freude von Geschäftsführerin Miriam Rudnitzki: „Dann fragen die Besucher mehr.“ Und auch für die eigenen Auszubildenden sei es eine gute Übung: „Wir wollen denen ja nicht nur die Technik vermitteln. Sie müssen den Kunden solche Dinge ja auch vermitteln können.“ Neben den beiden Auszubildenden aus dem vierten Lehrjahr war ganz spontan auch Florian Scharf vorbei gekommen, der seine Ausbildung gerade erst begonnen hatte. Auch er führte gleich Besucher durchs Unternehmen.

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Im Mittelpunkt aber standen an diesem Tag die künftigen Lehrlinge. So wie Viola Bethmann. Auch wenn für die 15-Jährige der genaue Berufswunsch noch nicht feststeht, so viel ist sicher: „Ein Handwerk soll es sein. Mal sehen, wo es hin geht.“ Die Orientierung bei Meyer Technik sollte bei der Wahl weiterhelfen.

Es gab aber auch Handwerksbetriebe, die vergeblich auf Besuch warteten. So auch Jörg Wührdemann, der die Werkstatt seines Autohauses geöffnet hatte. Woran es letztlich lag, dass bis Mittag noch kein Jugendlicher da war, wusste er ebenso wenig zu sagen, wie Insa Schwarting-Bakenhus (Tischlerei) oder Harald Mausolf (Sanitär, Heizung, Klima), die ebenso vergeblich auf Interessierte warteten. Für den Kreishandwerksmeister war es ein reines Rechenspiel. Bei ziemlich stabil um die 100 Auszubildenden, die in der Kreishandwerkerschaft jährlich eingestellt würden, entfielen auf die einzelnen Berufe nur wenige Interessierte: „Und auf die drei warten wir.“

Dennoch sieht er diese Form der Information durchaus positiv. Zwar kämen zu den Ausbildungsplatzbörsen immer viele Schüler. Interesse dieser sei bei den verpflichtenden Besuchen allerdings kaum zu spüren. „90 Prozent gehen einen völlig anderen Weg.

„Für alle nutzbringend“

Hartmut Günnemann indes könnte sich noch einen anderen Grund für das mancherorts mangelnde Interesse vorstellen: „Vielleicht gab es in den Berufen nicht den Aufklärungsbedarf.“ Für den Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft war die Aktion dennoch „für alle Beteiligten nutzbringend und zielführend“.

Für den 14. September sind alle beteiligten Betriebe eingeladen, Bilanz zu ziehen. Davon hänge auch ab, ob die Aktion wiederholt werde und wie eine künftige Zusammenarbeit der Kreishandwerkerschaft mit der Ausbildungsplatzinitiative „Zwaig“ aussehen könnte, so Günnemann.

Dass Handwerk nämlich durchaus noch goldenen Boden hat, bestätigte nicht nur Miriam Rudnitzki: „Wir übernehmen immer mehr unserer Auszubildenden.“ Nach einer Zeit mit mehr Leiharbeitern wolle man „die Intelligenz im Hause haben“.

Auch Riko von Scharrel machte den jungen Besuchern Mut. Der Maurer zeigte, wie vielfältig die Ausbildung beim Bauunternehmen Mahlstedt sein kann: Vom Gerüstbau über Beton- und Maurerarbeiten, von Kanalarbeiten bis hin zum Restaurieren ganzer Fachwerkhäuser reiche das Spektrum des Betriebes, erläuterte er auch Max Witte. Der 16-jährige Berufsschüler sucht für kommendes Jahr einen Ausbildungsplatz und nahm das Angebot, sich zu informieren, mit seinem Vater gerne an.

Der beste Weg zur Ausbildung führe nach wie vor über ein Praktikum, hieß es überall gleichlautend. Einige Termine wurden am Sonnabend gleich abgesprochen.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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