• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mehr Obst durch guten Beschnitt

26.03.2018

Klein Henstedt Mit leichtem Fingerdruck auf den Auslöser der elektrischen Akku-Baumkettensäge waren die toten Äste aus den Obstbäumen rund um den BUND-Hof (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) „Wendbüdel“ in Klein Henstedt bis zum Mittag ausgesägt: Insgesamt haben sich rund 30 Gartenfreunde am Samstag dort eingefunden, um praxisnah das Veredeln und das Beschneiden von Obstbäumen mit zu erleben. Zudem legten sie auch selbst Hand an.

Schneiden stresst Baum

Betriebsleiter Dr. Wulf Carius und Obstbaumfachmann Henning Greve freuten sich einmal mehr über den großen Zuspruch. Bei zarter Sonneneinstrahlung konnte jeder der 25 Seminarteilnehmer ein Stück Hintergrundwissen für den eigenen Obstbaumschnitt mit nach Hause nehmen.

„Alles, was nach innen wächst, muss raus“, erklärte Greve. Dabei deutete er auf einige Zweige eines Birnenbaums, die dem Hauptstamm entgegen wuchsen. Ein Stück weiter wies er auf die Wasserreiser hin, die immer zeigen würden, dass der Baum weiter wachsen möchte. Wer hier anfange zu schneiden, der müsse jedes Jahr einen Pflegeschnitt machen, erfuhren die Umstehenden. Das Schneiden sei für den Baum Stress und bringe ihn aber letztendlich auch dazu, Früchte zu tragen.

Henning Greve, der aus Syke nach Klein Henstedt gekommen war, kennt sich nicht nur mit der Obstbaumbeschneidung aus – nach dem Baumschnitt ging es auf die warme Diele des BUND-Hofes für weitere Informationen. Dort ging es darum, die Grundtechniken der Obstbaumveredlung verständlich zu zeigen und zu erklären.

„Alles, was gut schmeckt, versuche ich auch zu veredeln“, sagte Greve. Die Kursteilnehmer konnten nach dem Anschauungsunterricht selbst aktiv werden. „Immer wichtig ist es, eine robuste Unterlage zu nutzen“, erklärte der Experte. Dazu würde sich der Bittenfelder Sämling für Äpfel beispielsweise gut eignen.

„Gar nicht so schwierig“

Henning Greve zog kurzerhand sein Messer aus der Scheide, nahm sich einen solchen Unterlagen-Stock und schnitzte mittig eine Kerbe in das Holz. Zuvor hatte er den oberen Teil des Triebes entfernt. Spalt-Veredelung nennt das der Fachmann.

„Das ist alles gar nicht so schwierig. Man muss es nur probieren. Wichtig ist dabei, die Messerschneide und die Kerbe nicht mit den Fingern zu berühren, damit keine Keime in den Schnitt gelangen.“ Schließlich wird das Holzfleisch des Triebes entfernt und in die Kerbe der Edel-Reisig passend eingesetzt. Dann wird alles noch mit Leinen umwickelt und mit Wachs abgedichtet. Nach einer Woche sei der Unterlagenstock mit dem Reisig im Normalfall schon verwachsen.

Theoretisch und praktisch vorbereitet machten sich die Teilnehmer selbst an die Arbeit. Bleiben die Ergebnisse abzuwarten, wenn man sich nächstes Jahr wieder zum Tagesseminar trifft.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.