• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Keine rosigen Zeiten für Natur

14.02.2020

Klein Henstedt 30 Jahre Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide, das bedeutet für die Mitglieder des Vereins drei Jahrzehnte Einsatz für den Erhalt von Landschaft und Natur. Die Pflanzung von Hecken und Bäumen, Wegearbeiten, Nistkästen für Vögel und ihre Arbeit an Kleinmooren zählt der Verein zu seinen erfolgreichsten Vorhaben. Mit Veranstaltungen, Büchern, Fotos und anderen Informationen machten sie in den vergangenen 30 Jahren auf das Schützenswerte der Henstedter Heide mit ihren Biotopen, Kleinmooren und Naturdenkmälern aufmerksam.

Im März 1990 war die Schutzgemeinschaft gegründet worden. Die meisten, die damals dabei waren, sind es auch heute noch. Zum 30-jährigen Bestehen gibt es für die inzwischen über 40 Mitglieder aber nicht nur Grund zum Feiern. Vom Ziel, die Landschaft Klein Henstedter Heide als Ganzes zu erhalten, sei man heute weiter entfernt als bei der Gründung. „Es gibt viel zu tun“, so Vorsitzender Wilfried Holtmann. Darum habe man auf eine Feier verzichtet.

Als massive Eingriffe in der Klein Henstedter Heide im vergangenen Jahrzehnt sehen die Mitglieder die Umwandlung von Feuchtwiesen in Ackerland, eine zunehmende Massentierhaltung und Waldabholzungen. Auch die Energiegewinnung durch Windräder, die Entwässerung von Biotopen sowie das Schottern von Wegen zählen sie dazu. Landwirte aus benachbarten Gemeinden und auswärtige Investoren, die kaum Bezug zur hiesigen Landschaft hätten, sieht der Verein dabei mit in der Verantwortung. Gegenwärtig richte beispielsweise die Firma Tennet mit dem Bau einer 380-kV-Freileitung von Ganderkesee nach Sankt Hülfe großen Schaden in der Henstedter Heide an. Alle begründeten Einwände habe der Vorhabenträger nicht berücksichtigt.

Ebenso sei es bedauerlich, dass der Landkreis Oldenburg und die Samtgemeinde Harpstedt nicht den Mut hätten, den Artenreichtum der Landschaft in der Wildeshauser Geest wirksam unter Schutz zu stellen.

Gerade der Bestand an Greifvögeln mit Rotmilanen, Weihen, Falken und Wespenbusharden sei durch Dokumentation in den vergangenen drei Jahren belegt worden. Die Schutzgemeinschaft habe über 100 Brutvögel fotografiert sowie dokumentiert und trotz vieler Störungen von Jahr zu Jahr sogar eine Zunahme des Bestandes festgestellt.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.