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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

„Kosten nicht allein den Landwirten aufbürden“

25.01.2017

Großenkneten In die Diskussion um die beabsichtigten Änderungen des Niedersächsischen Wasser- und Naturschutzgesetzes mischt sich auch der Großenkneter Ratsherr Uwe Behrens (Kommunale Alternative) ein und kritisiert den Kreislandvolkverband Oldenburg.

Bei einem großen Teil der landwirtschaftlichen Flächen entlang der Bäche und Gräben handele es sich um intensiv genutztes Ackerland, so Behrens. Während Grünland deutlich besser in der Lage sei, ausgebrachte Nährstoffe zu halten und zu speichern, könnten von frischgedüngten Ackerflächen insbesondere bei Starkregen erhebliche Nährstoffmengen in die Gewässer abfließen. Diese versickerten und belasteten das Grundwasser oder gelangten über Flüsse und Bäche bis in die Nordsee. Dort führten sie zu Algenteppichen.

Nach Ansicht von Behrens steht es außer Frage, dass Leistungen zum Schutz der Umwelt allen Bürgern zu Gute kämen und daher deren Kosten nicht einseitig den Landwirten aufgebürdet werden dürften. Allerdings würden gerade auch wirtschaftliche Nachteile aufgrund von Umweltauflagen schon heute über die Betriebsprämie und Förderprogramme honoriert, zum Beispiel für die Anlage von Blühstreifen.

Der Kreislandvolkverband Oldenburg sieht in den beabsichtigten Änderungen des Niedersächsischen Wasser- und Naturschutzgesetzes erhebliche Nutzungseinschränkungen und massive Wertminderung für Acker- und Grünland. Die vorgeschlagene großflächige Randstreifenregelung komme einem Nutzungsverbot gleich und verschärfe die Flächenknappheit.

Nach Darstellung des Kreislandvolks wolle das Land einen fünf Meter breiten Streifen an jeglichen Gewässern zur Tabuzone für Dünger und Pflanzenschutzmittel erklären. Für die Landwirte wäre damit eine wirtschaftliche Nutzung weitgehend ausgeschlossen, so der Kreislandvolkverband. Die Flächen würden zu wertlosem und pflegebedürftigem Ödland herabgestuft.

Im Oldenburger Land wären aufgrund der Flächenstruktur in einzelnen Landkreisen bis zu 18 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche von den geplanten Änderungen betroffen. Im Landkreis Oldenburg wären dies rund fünf Prozent.

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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