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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kraftakt zur Nachahmung empfohlen

20.06.2012

HURREL Für einen Tag lang wurde das 260-Seelen-Dorf Hurrel zur Kleinstadt: Auf bis zu 10 000 Menschen schätzt der Geschäftsführer des Kreislandvolkverbandes, Bernhard Wolff, die Zahl der Gäste, die sich am vergangenen Sonntag beim „Tag des offenen Hofes“ auf den Hurreler Betrieben Schwarting und Haverkamp tummelten. „Der Besucherstrom auf der Ortstraße war beeindruckend. Das war mit einem Sonntag auf der Messe Landtage Nord vergleichbar“, urteilte Wolff.

Diesen Andrang zu bewältigen, war für die beteiligten Landwirtsfamilien ein Kraftakt – aber einer, der sich gelohnt hat, wie Erwin Haverkamp bestätigt: „Die Resonanz der Menschen war überaus positiv. Das entschädigt natürlich für die Mühen. So war es für uns eine dankbare Aufgabe.“

„Stück weit schlauer“

„Es hat wirklich Spaß gemacht“, bestätigt seine Frau Christa. Alle Besucher seien sehr interessiert und diszipliniert gewesen. Man habe am Ende des Tages auf beiden Höfen kaum Müll einsammeln müssen. Das Publikum sei nach dem Tag „ein Stück weit schlauer“ gewesen, ist Erwin Haverkamp überzeugt. Auch Heiko Schwarting berichtet von vielen Diskussionen, in denen man mit Hilfe von Fachleuten und guten Argumenten Aufklärung betreiben und Überzeugungsarbeit habe leisten können.

„Das Ziel, moderne Landwirtschaft authentisch darzustellen, wurde erreicht. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg“, resümiert Bernhard Wolff. Sehr gut angenommen worden sei auch das Kinderprogramm – einziges Problem für Eltern: „Die Kinder wollten gar nicht weg“, lacht Erwin Haverkamp.

Fete für Helfer

In seinen Dank schließt Wolff neben den beteiligten Familien auch die Dorfgemeinschaft in Hurrel mit ein. An einer Dankeschön-Fete auf dem Hof Schwarting haben am Montagabend mehr als 130 der 177 eingesetzten ehrenamtlichen Helfer teilgenommen. „Die Unterstützung war überragend“, bilanziert Heiko Schwarting, „so konnten wir mit einer schwarzen Null herauskommen.““

Frühstück auf Bauernhof

Gelohnt hat sich der Besuch auf den Höfen auch für Heinz Klose (Delmenhorst), Bianca Scholz (Delmenhorst), Jannik Warntjen (Bad Zwischenahn), Edeltraud Schilling (Oldenburg) und Erika Kreke (Westerstede) – Glücksfee Anieka Sudmann ermittelte dieses Quintett am Dienstag als Gewinner der Tombola: Sie können jeweils mit bis zu acht Personen ein Frühstück auf einem Bauernhof in Hurrel genießen und dabei nebenbei viel über Landwirtschaft erfahren.

Für den nächsten „Tag des offenen Hofes“ in zwei Jahren hätten bereits Betriebe ihr Interesse angemeldet, freut sich Bernhard Wolff.

Auf den Höfen der Familien Schwarting und Haverkamp kehrt nun der Alltag zurück: „Ich fühl’ mich jetzt fast ein bisschen einsam“, scherzt Heino Schwarting.

Über eine Spende in Höhe von 334 Euro kann sich die evangelische Kirchengemeinde Hude freuen.

Das Geld kommt dem Aidswaisen-Kinderhaus „Frieda“ in Lomé (Togo) zugute. Die Summe setzt sich zusammen aus der Kollekte (234 Euro) des von Pastor Udo Dreyer auf dem Hof Schwarting gehaltenen Gottesdienstes, die die beiden gastgebenden Familien um jeweils 50 Euro aufgestockt haben. Damit wurde gewürdigt, dass sich Kinderhaus-Initiator Wolfram Hartrampf als Lehrer stets um einen offenen Dialog mit der Landwirtschaft bemüht habe.

Seine Predigt hatte Dreyer der konventionellen Landwirtschaft gewidmet: „Was wir brauchen sind Landwirte, die ihre Verantwortung bewusst wahrnehmen und innerhalb des strukturell vorgegebenen Rahmens das Beste für Tiere, Böden, Wasser und eine gesunde Ernährung rausholen.“

Stephan Onnen Redakteur / Redaktion Oldenburg
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