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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Krebs! Hilfsappell mobilisiert Hunderte

22.06.2009

WILDESHAUSEN Selbst die zwölfjährige Luisa aus Brettorf ist gekommen: Mit Mundschutz steht das an Leukämie erkrankte Mädchen mit ihren Eltern, Claudia Harkai-Neu und Michael Neu, inmitten der vielen Spender und Helfer in der Mensa der Realschule Wildeshausen und staunt. „Wir sind begeistert, was hier passiert“, sagt ihre Mutter. Luisa vertrage die Chemotherapie und benötige keinen Knochenmarkspender, so Michael Neu. Aber es hätte auch sie treffen können.

Genau 685 Bürger kamen am Sonnabend zur Typisierungsaktion für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS), die unter dem Motto „Gemeinsam gegen Leukämie“ stand. Bereits vor dem offiziellen Start um 10 Uhr warteten viele Menschen vor der Mensa, unter ihnen Eckhard Philipp. „Eine tolle Aktion“, sagte der Kirchseelter. Auch Landrat Frank Eger, zugleich Schirmherr der Veranstaltung, zeigte sich überwältigt von der Hilfsbereitschaft. Die Aktion belege, dass „wir nicht die Ellbogengesellschaft, sondern eine soziale Gemeinschaft“ sind, so der Landrat, der bereits seit 2005 in der DKMS-Datei ist. Eger sagte, er hoffe, dass mit der Spende vielen Krebskranken geholfen werden könne.

Fünf Milliliter Blut

Nicht länger als zehn Minuten dauerte die Spende pro Person. Zunächst musste ein Fragebogen ausgefüllt werden. An Station 2 wurden die Angaben kontrolliert. Dann erfolgten die Abnahme von knapp fünf Milliliter Blut und an Station 4 die „Endkontrolle“. Vier Ärzte und über 100 freiwillige Helfer standen bereit. Allein 25 durften Blut abnehmen. „Als die Ablösung nahte, waren einige Helfer nur schwer von den Plätzen zu bekommen“, berichtete Katrin Freese. Sie hatte mit ihrem Bruder Lars Menke, Elke Kläner und Elke Steenken die Aktion organisiert. Aus dem Freundes- und Bekanntenkreis fanden sich viele Menschen, die anpackten. Auch aus dem Team aus Stuhr, wo in der Vorwoche die Typisierungsaktion „Hilfe für Sontje“ stattfand, kamen drei Blutabnehmer in die Kreisstadt.

„Trost für die Familie“

„Wir sind überwältigt von der Welle der Hilfsbereitschaft“, sagte Frank Pottin, ein enger Freund der Familie von Sontje, tief bewegt. Das Mädchen ist – wie berichtet – wenige Tage vor der Typisierungsaktion verstorben. Dass sich aber trotzdem so viele Menschen solidarisch zeigten und zur Blutspende kämen, sei „für die Familie ein Trost“. Auch Sontjes Onkel Frank kam nach Wildeshausen. Ebenso wie Pottin lobte er die ausgezeichnete Organisation.

Dem konnte sich Bettina Steinbauer von der DKMS nur anschließen. Etwa 600 Typisierungsaktionen würden pro Jahr durchgeführt. Verglichen damit sei das Wildeshauser Ergebnis ausgezeichnet. Dass die Typisierungsaktionen nicht vergebens sind, zeigten die Fälle Mathies aus Norderstedt oder Helene aus Hamburg. Derzeit gebe es sieben Patienten, für die die DKMS akut Spender suche. Eine Typisierung kostet 50 Euro. Knapp 4374 Euro Spendengeld kamen in Wildeshausen zusammen. Das Spendenkonto sei weiter offen.

Mehr Bilder unter www.NWZonline.de/fotos-landkreis

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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