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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kritik an Plänen für Heidemark-Erweiterung

29.02.2016

Großenkneten Demnächst wird der Gemeinderat Großenkneten abschließend über einen Bebauungsplan zu entscheiden haben, der der Firma Heidemark die Erweiterung des Ahlhorner Betriebes auf einer gut sieben Hektar großen benachbarten Fläche ermöglichen soll. Kritisch sieht das die Fraktion der Kommunalen Alternative (KA).

Die KA verweist dabei auf die Bürgerbefragung zur Ansiedlung der Hähnchenschlachterei Kreienkamp. Eine Mehrheit hatte sich damals dagegen ausgesprochen (NWZ  berichtete). Die Ratsmitglieder befürchten nun eine Ausweitung der Schlachtkapazitäten. „Sieht man sich den neuen Bebauungsplan und den zugehörigen Vorhaben- und Erschließungsplan näher an, so ist man erstaunt über die Ausmaße und Details der geplanten Erweiterung, die der Lagerlogistik, der Tiefkühlung, neuen Büros und Sozialbereichen dienen soll“, heißt es in einer Pressemitteilung der KA. Die neuen Gebäude würden zwar nahezu die gleiche Grundfläche erhalten, können allerdings bis zu 25 Meter hoch werden, heißt es. Sie sollen durch eine rund fünfzigprozentige Erweiterung der betriebseigenen und bislang noch gar nicht ausgelasteten Kläranlage ergänzt werden, so die KA.

„Soll das alles der Optimierung der örtlichen Produktion bei gleichzeitiger Beibehaltung der Schlachttierzahlen dienen?“, fragt die Fraktion. „Oder drängt sich da nicht eher die Vermutung auf, dass Weiterverarbeitung und Verwaltung aus dem Bestandsbau in diesen neuen Bereich ausgelagert werden sollen, damit dann dort, wo ja die Schlachtung weiterhin genehmigt bleibt, zusätzliche Kapazitäten über die derzeitig täglich 50 000 Puten hinaus geschaffen werden?“, so die KA.

Es passe ins Bild, dass die seit Mai 2014 versprochene Information der Einwohner durch den Investor erst nach der Verabschiedung des Bebauungsplanes erfolgen soll, wenn also Änderungswünsche gar nicht mehr durchsetzbar sind.

Nach Einschätzung der KA-Fraktion wird der neue Bebauungsplan in seiner vorliegenden Fassung der Firma Heidemark erst die nötigen Voraussetzungen für eine Vergrößerung ihrer Schlachtkapazitäten „durch die Hintertür“ (sprich: auf dem benachbarten Bestandsgrundstück) schaffen. Die KA fordert daher die anderen Fraktionen auf, mit Hinblick auf die Bürgerbefragung zur Hähnchenschlachterei den Bebauungsplan abzulehnen.

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Kommunale Alternative | Heidemark | Kreienkamp

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