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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Tafelausgabe In Ganderkesee: Ehepaar nach Streit um Flüchtlinge „gekündigt“

13.11.2015

Ganderkesee Fritz-Werner Bergmann redete Tacheles. „Wir sind stinksauer.“ Seit neun Jahren ist seine Frau Waltraud ehrenamtlich für die Ganderkeseer Ausgabestelle der Delmenhorster Tafel e.V. tätig, im zweiten Jahr ist Bergmann selbst dabei. Ende voriger Woche kam ein Schreiben, mit dem die beiden nicht gerechnet hatten: Die Delmenhorster Tafel kündigte die weitere Zusammenarbeit.

„Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen“, betonte Bergmann am Donnerstag im Gespräch mit der NWZ . Das Einzige, was man uns vorwerfen könnte, ist, dass wir zu fleißig waren.“

Walburga Bähre, Vorsitzende der Delmenhorster Tafel, sieht das anders. Die Eheleute Bergmann, so ihr zentraler Vorwurf, „haben ihr eigenes Ding durchgezogen“.

Was sie damit meint: Die Eheleute hätten die Tafel-Ausgabestelle am Ring mehr und mehr zum Treffpunkt für Flüchtlinge gemacht. Eine Folge sei gewesen, dass sich am Mittwoch, dem Ausgabetag, schon deutlich vor der Ausgabe selbst (14.30 bis 16.30 Uhr) Flüchtlinge eingefunden hätten. Teils habe man sich laut unterhalten, Kaffee oder Tee getrunken – so dass sich dortige Mieter beschwert hätten. Die Tafel-Vorsitzende: „Wir sind eine reine Lebensmittelausgabestelle, kein Café.“ Es dürfe nicht so weit kommen, dass am Ende die Tafel ausziehen müsse, mahnte Bähre.

Auch müsse sie darauf bestehen, dass Flüchtlinge vor der Ausgabe von Lebensmitteln die Asylbescheinigung der Gemeinde vorlegten. Darauf sei zum Beispiel vermerkt, wie viele Familienangehörige es gibt, wie lange der Asylanspruch besteht, ob es eine Vollverpflegung gibt. Es reiche nicht aus, wenn zum Beispiel der Ersatz-Reisepass vorgelegt werde.

Andere Tafelgäste, so sagte Bähre, seien wegen der geschilderten Situation nicht mehr gekommen. Auch wollten „zwei wirklich fähige Ehrenamtliche“ aufhören. Angesichts der Situation habe sie erwartet, dass die Eheleute Bergmann zu ihr kämen.

Fritz-Werner Bergmann entgegnete, dass seine Frau und er „natürlich unser eigenes Ding durchgezogen haben“. Im Winter habe man Kaffee und Tee, im Sommer Wasser angeboten, weil die Tafelgäste „teilweise bis zu zwei Stunden warten müssen“. Das Angebot hätten sie allen Wartenden gemacht.

Was die Flüchtlingsbescheinigung angeht, so hätten sie bei gerade nach Ganderkesee gekommenen Asylbewerbern auch die Flüchtlingsbescheinigungen vom Notaufnahmelager Bramsche akzeptiert. „Wir schicken keine registrierten Flüchtlinge ohne Ware wieder weg.“

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Wenn jetzt zwei Ehrenamtliche aufhören, dann habe das im einen Fall gesundheitliche Gründe, im anderen gehe es um Pflegeverantwortung gegenüber Angehörigen.

Auch den Vorwurf fehlender Gesprächsbereitschaft wollte Bergmann nicht stehen lassen. Er habe drei Faxe gesandt und um einen Termin gebeten – aber keine Antwort erhalten.

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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