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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Künftig Lackierer statt Libero im Einsatz

22.03.2017

Großenkneten Im Februar 2014 war es, als Gründer Hans-Jochen Butt und Sohn Henning die Gemeinde Großenkneten erstmals über ihre Wünsche zur Erweiterung des Firmengeländes an der Straße Zum Kuhberg in Großenkneten informierten. „Der Weg war nicht ganz einfach“, blickte Erster Gemeinderate Klaus Bigalke auf die Umsetzung zurück, aber jetzt ist das Ziel erreicht. Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Arbeiten für den Bau der Halle 9 des Spezialisten für Verladerampen und Industrietore auf dem einstigen Sportplatz begonnen. Begleitet von Landrat Carsten Harings und Bürgermeister Thorsten Schmidtke, griffen die beiden Geschäftsführer von Butt und Architekt Karl-Wilhelm Jacobi zur Schippe.

Marktführer

1974 hat Hans-Jochen Butt das Unternehmen gegründet. Es gab ein kontinuierliches Wachstum am Standort „Zum Kuhberg“ mit inzwischen acht Hallen. Butt gilt heute als Marktführer in Deutschland bei mobilen Verladerampen, wobei die Firma zusehends auch international agiert. Mehr als 80 Mitarbeiter hat die Firma. Sie bildet derzeit fünf junge Menschen als Metallbauer und Industriekaufmann aus. Produziert wird nur in Großenkneten. Einen Vertriebs- und Servicestandort gibt es mit der Niederlassung Berlin sowie das Vertriebsbüro Süd in München, betreut von Hans-Jörg Butt.

    www.butt.de

„Schön, dass wir hier erweitern können“, freute sich Henning Butt. „Das ist die beste Lösung für alle Beteiligten“. Auf der 9200 Quadratmeter großen Fläche entsteht bis zum Herbst eine neue Stahlhalle in grau-silber, 45 mal 25 Meter groß, zehn Meter hoch, mit viel Fensterflächen. In die Halle wird künftig die komplette Lackierung verlagert und nach den neuesten technischen Möglichkeiten eingebaut, so Butt. So verwies er auf Wärmerückgewinnung und Beleuchtung. Die Gesamtinvestition liegt bei knapp drei Millionen Euro.

Neben dem zusätzlichen Platz in Halle 5 (bisheriger Standort der Lackiererei) wird die Freifläche um den Neubau künftig für Lagerung genutzt. Grundsätzlich können An- und Abfahrt der Lastwagen auf dem Gelände optimiert werden, erläuterte Butt.

Dank an den TSV

Die Lösung mit der Umwandlung des Sportplatzes sei für die Unternehmen optimal, erläuterten die Geschäftsführer. Denn es sei zwingend notwendig, die oft tonnenschweren Teile innerhalb des Geländes bewegen zu können und nicht womöglich über öffentliche Straßen, wie es bei einer zunächst auch im Gespräch gewesenen Fläche am Kuhberg der Fall gewesen wäre.

Butts bedankten sich ausdrücklich bei Gemeinde und Landkreis für die positive Begleitung des Vorhabens und natürlich beim TSV Großenkneten, wie sie betonten. Dessen Fußballabteilung machte den Weg frei für die jetzige Lösung, indem sie den Bau eines Kunstrasenplatzes im Stadion als Ersatz für die verlorene Fläche akzeptierte. Er wurde im September 2016 für rund 550 000 Euro fertiggestellt.

„Wir haben sehr konstruktiv zusammengesessen“, betonte Bürgermeister Thorsten Schmidtke, dass alle Beteiligten an einem Strang gezogen hatten. Neben dem Kunstrasenplatz als Ersatz für die Fußballer wurden die Bauleitplanung erstellt und die Oberflächenentwässerung in diesem Bereich Knetens neu geplant.

Lob von Schmidtke

Schmidtke würdigte Butt als „bodenständiges und erfolgreiches Unternehmen“. Es sei ein Erfolg, dass die Weiterentwicklung am Ort mit einer Vielzahl qualitativ hochwertiger Arbeitsplätze und vielen Auszubildenden gelungen sei. „Das ist ein guter Tag für die Firma Butt und die Gemeinde Großenkneten“, strahlte Schmidtke.

Landrat Harings schloss sich dem an: „Das Unternehmen hat im Landkreis Oldenburg und darüber hinaus Rang und Namen“, sagte er anerkennend.

Ulrich Suttka Stv. Redaktionsleitung, Großenkneten/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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