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Aktualisiert vor 29 Minuten.

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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

INTERVIEW: „Kunde soll sich Zeit nehmen“

04.10.2008

Die Finanzkrise hat zu großer Verunsicherung unter den Verbrauchern geführt. Dazu ein Interview mit Wildeshausens OLB-Filialleiter Steffen Kleen und Wertpapierberater Klaas Oltmanns.

Von Stefan Idel

Frage: Herr Kleen, Herr Oltmanns, die weltweite Finanzkrise hat nicht nur zu großen Verlusten an den Börsen geführt, sondern auch die Verbraucher tief verunsichert. Soll man noch Aktien kaufen?

Kleen: Das ist richtig. Im Moment befinden wir uns in einer schlimmen und ernsten Börsenphase. Historisch gesehen gibt es kaum Erfahrungen mit Situationen, wie wie sie derzeit erleben. Das ändert aber nichts daran, dass eine strukturierte, an die individuelle Lebenssituation angepasste Anlage langfristig die beste Rendite verspricht. Dazu gehören auch Aktien. Unsere Empfehlung: Der Kunde soll sich Zeit nehmen, in Ruhe nachdenken und nicht panisch reagieren.

Frage: Also abwarten?

Kleen: Nein, wer nicht ruhig schlafen kann, sollte in jedem Fall zu seiner Bank gehen und sich beraten lassen. Aber eines ist klar: Die Einlagen bei den regional verwurzelten Banken und Sparkassen sind gesichert. Wir sprechen bei der OLB von einer Einlagensicherung über 165 Millionen Euro pro Gläubiger.

Frage: Viele wollen derzeit in Gold investieren. Lohnt sich diese Anlage?

Oltmanns: Auch Edelmetalle haben in der jüngsten Vergangenheit große Kursschwankungen erlebt. Gold gilt als Krisenmetall und schützt vor Inflation, bringt aber auf der anderen Seite keine feste Verzinsung. Es kommt wie immer auf den richtigen Mix an.

Frage: Der da wäre?

Oltmanns: Um sich gegen unvermeidliche Krisen abzusichern, sollte der Kunde breit anlegen: Um Liquidität zu sichern, sind Termineinlagen sehr vernünftig. Jeweils ein Teil des Vermögens sollte meines Erachtens in Aktien, fest verzinslichen Wertpapieren und oder Immobilien angelegt werden. Hier spielt, wie gesagt, die individuelle Situation die entscheidene Rolle.

Frage: Im kommenden Jahr wird in Deutschland die Abgeltungsteuer eingeführt. Danach sollen Banken und Sparkassen eine pauschale Steuer von 25 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer auf alle Kapitaleinkünfte ihrer Kunden abführen. Wer ist von dieser Neuregelung betroffen?

Kleen: Das geht jeden Privatanleger an. Wer als Lediger über 801 Euro an Kapitalerträgen einnimmt – bei gemeinsam veranlagten Eheleute liegt die Grenze bei 1602 Euro – wird steuerpflichtig. Bei der Abgeltungsteuer gezählt werden dabei alle Arten von Kapitalerträgen, also nicht nur Gewinne aus Wertpapierverkäufen, sondern auch Zinsen aus festverzinslichen Wertpapieren oder Spareinlagen.

Frage: Fallen auch Dividenden und Aktienkursgewinne unter die neue Steuer?

Kleen. Ja. Die derzeit nur halbe Steuerpflicht von Dividendenerträgen nach dem so genannten Halbeinkünfteverfahren wird 2009 entfallen. Zudem wird die Spekulationsfrist bei Aktiengeschäften, die bislang bei zwölf Monaten lag, abgeschafft. Damit müssen alle Kursgewinne der ab 2009 erworbenen Aktien nach der Abgeltungssteuer versteuert werden.

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Frage: Was raten Sie?

Kleen: Im Hinblick auf die neuen Regeln gibt es eine Menge zu berücksichtigen. Jeder Anleger sollte die kommenden Monate wirklich noch einmal dazu nutzen, sein Finanzkonzept zu überprüfen und zu optimieren.

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