• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

BÜFFEL-FARM: Kuscheln mit Kolossen in klirrender Kälte

24.01.2006

Eigentlich mag sie es warm und sonnig, doch gestern musste Wetterreporterin Kim Höhne bei minus zehn Grad drehen. Der Besuch auf der Büffel-Farm war für sie ein „tolles Erlebnis“.

Von Stephan Onnen

Frage: Haben Sie schon einmal bei solchen Minustemperaturen gedreht?

Höhne: Das war der kälteste, aber gleichzeitig auch der netteste Dreh. Ich hätte nie gedacht, dass Wasserbüffel so schmusig sind. Diese Kolosse sind ja richtige Kuscheltiere.

Frage: Also keine Angst vor großen Tieren?

Höhne: Absolut nicht. Als ich mit dem Futtereimer auf der Weide stand und die komplette Herde auf mich zu galoppiert ist, habe ich allerdings schon gehofft, dass die rechtzeitig ihre Bremse finden. Der Dreh mit Peter Biel und seinen Wasserbüffeln war ein tolles Erlebnis.

Frage: Sie kombinieren Ihre Beiträge und die Wettervorhersage oft mit spektakulären Aktionen. Ist Ihnen schon mal was passiert?

Höhne: Beim Westernreiten und beim Kite-Surfen bin ich schwer gestürzt, konnte aber trotzdem weiterarbeiten. Blaue Flecken gehören bei mir dazu, ich bin nicht zimperlich. Vor der Kamera habe ich mir eine Pythonschlange um den Hals legen lassen, mich von einem Hund in der Polizeihundeschule in den gepolsterten Arm beißen lassen und mit Löwen gedreht. Auch Kunstflug hab’ ich schon gemacht – ich schrecke eigentlich vor nichts zurück.

Frage: Was würden Sie auf gar keinen Fall machen?

Höhne: Vom Zehn-Meter-Brett springen – da könnte ich mich nicht überwinden. Da kommen bei mir Urängste zum Vorschein.

Frage: Wie wichtig ist in Ihrem Job Spontaneität?

Höhne: Ziemlich wichtig. Das Konzept steht zwar vorher fest, kann sich vor Ort aber durchaus noch ändern. Wir haben einmal einen Beitrag über Grünkohlernte gedreht – da war aber nur ein brauchbares Bildmotiv drin. Ich hab’ dann die Frau des Bauern dazu überredet, mit mir zusammen auch noch Grünkohl zu kochen. So ist die Geschichte dann zur Kochsendung geworden. Es hat übrigens sehr lecker geschmeckt.

Frage: Wie lange im Voraus stehen die Themen der Beiträge fest?

Höhne: Wir planen etwa ein bis zwei Wochen im voraus. Wobei man immer damit rechnen muss, dass – eben wetterbedingt – improvisiert werden muss. Morgen wollen wir Ballonfahren, hoffentlich klappt’s. Die Arbeit als Wetterreporterin ist für mich ein absoluter Traumjob. Dass man so viel Abwechslung hat und so viele nette und interessante Menschen kennen lernen kann, hat man sonst selten im Beruf. Was ich in den vergangenen Monaten erlebt habe, reicht bei anderen Leuten fast für ein ganzes Leben.

Frage: Haben Sie es als Wetterfee bei solchen extremen Witterungslagen leichter?

Höhne: Klar ist es super, wenn das Wetter ohnehin schon Gesprächsthema Nummer eins ist. Ich versuche als Wetterreporterin immer, die Umgebung, in der wir gerade drehen, mit dem Vorhersage-Text direkt zu verbinden. Das fällt heute in Hatten angesichts der Minusgrade und dem dicken Fell der Wasserbüffel nicht schwer.

Frage: Wie sieht Ihr Lieblingswetter aus?

Höhne: Ich bin eigentlich eine totale Frostbeule. Daher mag ich es gern warm und sonnig. Beim Drehen ist mir das Wetter egal – Hauptsache, es regnet nicht. Am liebsten verkünde ich natürlich Sonnenschein.

Büffelkalb hat den Namen „Kimmi“ bekommen

Kim Höhne (28) ist seit April 2005 als Wetterreporterin und Moderatorin für den Fernsehsender RTL unterwegs. Zurzeit bildet die gebürtige Wilhelmshavenerin mit Kamerafrau Janine Geisler ein Duo. Die Beiträge aus Niedersachsen und Bremen werden im Regionalprogramm in der um 18 Uhr beginnenden Sendung „Guten Abend RTL“ ausgestrahlt. Bis 17 Uhr müssen Kim Höhne und Janine Geisler ihren fertigen Beitrag nach Hamburg überspielt haben.

Auf der Hatter Büffel-Farm hat Kim Höhne einen bleibenden Eindruck hinterlassen: Züchter Peter Biel tauft ein vor kurzem geborenes Kalb auf Höhnes Spitznamen „Kimmi“ – diese Ehre war zuletzt Bundeskanzlerin Angela Merkel am Tage ihrer Vereidigung zuteil geworden.

Die klirrende Kälte kann den robusten Wasserbüffeln nichts anhaben. Lötlampen verhindern, dass das Wasser in den Tränken einfriert. Außerdem nimmt Züchter Peter Biel regelmäßige Kontrollgänge auf der Weide am Mehrenkampsweg in Sandhatten vor. Die 30-köpfige Wasserbüffelherde frisst normalerweise Heu und Stroh, im Winter werden aber „Rübenschnitzel“ zugefüttert – vor allem, weil alle Mütter ihre Kälber noch säugen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.