• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
Neuwahlen in Thüringen   im April 2021 – MP-Wahl im März
+++ Eilmeldung +++

Entscheidung In Erfurt
Neuwahlen in Thüringen im April 2021 – MP-Wahl im März

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Mehr Geld für Biotop-Fonds der Jäger

26.03.2019

Landkreis Es ist eine kleine Erfolgsgeschichte: Rund 180 Hektar Blühstreifen haben die Landwirte im Landkreis Oldenburg zusammen mit den heimischen Jägern angelegt. Diese Bilanz der Zusammenarbeit präsentierte Dr. Josef Kuhlmann, Vorsitzender des Biotop-Fonds der Jägerschaft Oldenburg/Delmenhorst, in der jüngsten Sitzung des Umwelt- und Abfallwirtschaftausschusses im Kreishaus. Zuvor hatte die CDU-Fraktion beantragt, die finanzielle Unterstützung für den Fonds auf 20 000 Euro zu verdoppeln.

„Das Geld ist gut angelegt“, betonte Kuhlmann. Die blühenden Pflanzen böten eine wertvolle Tracht für Bienen und Hummeln. Blühstreifen seien ein wertvolles Refugium fürs Niederwild. Gut 150 Landwirte im Landkreis beteiligen sich Kuhlmann zufolge an dem Programm und stellen freiwillig Flächen zur Verfügung. „Da ist sehr viel guter Wille zu spüren“, lobte der Wardenburger die Kooperation, zumal die Landwirte mit einem finanziellen Ausfall von 800 Euro je Hektar jährlich rechnen müssten.

In Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde soll der Anteil an mehrjährigen Mischungen künftig deutlich erhöht werden. Gegenwärtig liege er bei rund zehn Prozent. Aktuell beinhalte das Saatgut, das den Landwirten kostenlos zur Verfügung gestellt werde, 21 Arten. Je nach Mischung und Hersteller koste das Saatgut zwischen 50 und 110 Euro je Hektar. „Die Quantität ist gut, jetzt geht es an die Qualität“, kündigte Baudezernentin Eva-Maria Langfermann an. Deswegen kommen künftig verstärkt mehrjährige Saaten zum Einsatz. Das Augenmerk soll nicht zuletzt auf heimischen Arten und Wildkräutern liegen, da diese „unglaublich unterrepräsentiert“ seien. Wie Kuhlmann ankündigte, sei ein Projekt mit der Leuphana Universität Lüneburg geplant. Sie werde auf drei bis fünf Flächen im Landkreis Oldenburg und im Ammerland je drei verschiedene Mischungen ausbringen und die Insektenpopulationen messen.

Vertreter aller Fraktionen lobten die Kooperation von Jägerschaft und Landwirten. „Der Biotop-Fonds ist eine Bereicherung“, sagte Michael Feiner (FDP), zugleich Kuratoriumsvorsitzender der Naturschutzstiftung. Man sollte sich des Themas „Vorgärten“ annehmen, in denen immer mehr Steine zu sehen seien. Johannes Hiltner (Grüne) meinte, es werde zu dicht an Gewässern geackert. Das Gesetz sehe einen Abstand von einem Meter vor, so der Landtagsabgeordnete Axel Brammer (SPD). Den gesellschaftlichen Sinneswandel“ begrüßte Reinhold Schütte (Grüne), auch wenn es sich nur um den „Tropfen auf den heißen Stein“ handele. Kuhlmann zufolge würden die Blühstreifen lediglich 0,5 % der Ackerfläche im Kreis ausmachen.

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
Rufen Sie mich an:
04431 9988 2701
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.