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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kreistag steckt gelben Sack in die Tonne

26.09.2018

Landkreis /Ganderkesee Insgesamt sind es 23 Beschlüsse, die im Entwurf des künftigen Abfallwirtschaftskonzeptes für den Landkreis Oldenburg am Ende zusammengefasst sind. Interessiert hat aber in den vergangenen Monaten in der Öffentlichkeit vor allem ein Beschluss: die Einführung der gelben Tonne.

Der Kreistag hat dem Konzept bei einer Enthaltung bei seiner Sitzung am Dienstagabend im Kreishaus in Wildeshausen zugestimmt. Und damit auch der gelben Wertstofftonne. Leichtverpackungen (LVP) aus privaten Haushalten sollen künftig mit Behältern in den der Größen von 240 beziehungsweise 1100 Litern abgefahren werden.

Die Umstellung wäre zum 1. Januar 2021 möglich. Bis dahin ist die Kreisverwaltung beauftragt, eine Lösung bezüglich des Abfuhrintervalls auszuhandeln. Alle vier Wochen würden die Tonnen abgeholt werden – dass ein kürzerer Intervall bevorzugt wird, war im Umwelt- und Abfallausschuss Ende August deutlich geworden.

Das künftige Konzept fand Zustimmung. Trotzdem gab es Kritik: „Die gelbe Tonne ist kein ökologischer Gewinn. Sie trägt nicht zur Abfallvermeidung bei“, monierte Kreszentia Flauger (Linke). Leichtverpackungsmüll würde auch weiterhin in Plastiktüten entsorgt und anschließend in die Tonne geworfen werden. Keinen Grund zur „Euphorie“ sah Detlef Sonnenberg (SPD). Man wisse beispielsweise nicht, wie viel Geld der für den Abtransport zuständige Verhandlungspartner – der laut Informationen aus dem Kreishaus Anfang 2019 feststehen werde – haben möchte.

Eine Umfrage der Kreisverwaltung hatte ergeben, dass 62 Prozent der privaten Haushalte für die Einführung der gelben Tonne sind. Insgesamt zwölf Prozent der Stimmberechtigten hatten an der Umfrage teilgenommen – das sei zwar eine geringe Teilnahme, gab Marion Daniel (FDP) zu. „Aber wir haben mit weniger gerechnet.“

Thomas Schulze (CDU) begrüßte die Wandlung der Kreisverwaltung, sich nach Jahren nun doch für eine gelbe Tonne zu entscheiden. „Jedem sollte trotzdem bewusst sein: Abfall sollte man vermeiden.“ Ebenso sprachen sich Dr. Heike Burghardt (SPD), Herbert Sobierei (AfD) und Dirk Vorlauf (CDU) für das Konzept aus.

Dr. Reinhold Schütte (Grüne) hob den Punkt „Abfall und Klimaschutz“ im Konzept hervor und merkte zudem an, dass das Abfallwirtschafts- in Kreislaufwirtschaftskonzept umbenannt werden müsse – so, wie es auf Bundesebene bereits getan wurde.

Unter anderem lautet ein Beschluss im Konzept, dass die Einführung einer „Abfuhrkalender-App“ zu prüfen ist. Dies sollte zeitnah umgesetzt werden, sprach sich Daniel dafür aus.

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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