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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

AUSBILDUNGSPLÄTZE: Landkreis geht in die Offensive

23.09.2005

WILDESHAUSEN „Politischer Auszubildenden-Aktionstag“: Landrat Eger kündigte ein aktives Werben um mehr Azubi-Stellen an.

Von Ulrich Suttka WILDESHAUSEN - „Sind fehlende Lehrstellen heute schon akzeptierte Realität? Ich sage: Nein!“ Bei dieser Aussage hat es Landrat Frank Eger gestern Morgen nicht belassen, sondern ist zur Tat geschritten. Er startete mit einem „Politischen Auszubildenden-Aktionstag“ eine breit angelegte Offensive für zusätzliche Ausbildungsplätze. Rund 60 politische Mandatsträger aus dem Kreis und allen Gemeinden nahmen im Kreishaus dicke Mappen mit, mit denen sie sich jetzt persönlich bei örtlichen Betrieben, freien Berufen, Dienstleistern und Landwirtschaft für zusätzliche Ausbildungsplätze einsetzen wollen. Dabei können sie auf einen erheblichen finanziellen Anreiz hinweisen: Der Landkreis übernimmt bei vermittelten Jugendlichen aus dem Bereich seines Jobcenters für drei Jahre die Hälfte des Bruttolohns (siehe Regionales).

Zusammen mit seiner Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WLO) und den Kammern hatte der Kreis in den vergangenen Monaten die Ausbildungsplatzoffensive ausgetüftelt, um weiteren Jugendlichen zur Lehrstelle zu verhelfen. Sinnbild der Aktion, von Eger gestern immer wieder hoch gehalten: ein blauer Bleistift mit den Aufdrucken „Mehr Ausbildungsplätze im Landkreis Oldenburg“ und „Ein zusätzlicher Stift“.

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Eger würdigte die bereits vorhandenen Aktionen im Kreis wie die Anstrengungen der Kammern, der Initiative Zwaig, die Arbeit der BBS, der Mittelstandsvereinigung und der Gewerkschaften. Gleichwohl widersprach er dem Eindruck, dass bereits alle Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Daher habe man sich für die Aktion entschieden. Alle Kreistagsabgeordneten sowie über die acht Bürgermeister auch alle Gemeinderatsmitglieder wurden angeschrieben und um Teilnahme gebeten. „Ich bin überrascht, wie groß die Zahl der Rückmeldungen ist“, freute sich der Landrat über den parteiübergreifenden Schulterschluss. Der politische Aktionstag sei ganz bewusst aus dem Wahlkampf herausgehalten worden, so Frank Eger zur NWZ.

Um den Politikern das Werben zu erleichtern, haben die Kammern Listen der Firmen erstellt, die bereits ausbilden. „Dies sind also die Betriebe, die schon von sich aus motiviert sind, etwas für unsere Jugend zu tun“, so Eger. Er zeigte sich überzeugt, dass gerade bei diesen Betrieben das Verständnis für die Ausbildungssituation am höchsten sei und hier das erneute Fragen besonders aussichtsreich sei. Die ehrgeizige Hoffnung des Landrats: Auf diesem Wege bis Ende des Jahres rund 90 neue Ausbildungsstellen zu finden.

Förderung für Jugendliche aus Jobcenter

Mit jährlich bis zu 290 000 Euro an Zuschüssen rechnet der Landkreis. Die Mittel nimmt er aus dem Topf für so genannte aktivierenden Leistungen, die er als Optionskommune vom Bund erhält.

Für 188 junge Menschen, die derzeit Empfänger von Arbeitslosengeld II sind und keinen Ausbilungsplatz haben, sucht der Landkreis die Lehrstellen. Durch die Einstellung zusätzlichen Personals habe das Pro-Aktiv-Center in den vergangenen Wochen bereits 24 neue Lehrstellen finden können, darunter neun für betreute Jugendliche im Jobcenter, berichtete Markus Leeferink, Leiter des Jobcenters.

Das Jobcenter fördert Ausbildungsplätze, die Betriebe zusätzlich schaffen, mit 50 Prozent der Ausbildungsvergütung über die gesamte Laufzeit der Ausbildung, wenn die

Auszubildenden zuvor im Leistungsbezug des Jobcenters standen. „Sollte aus diesem Leistungsbezug keine Vermittlung greifen, lassen wir die Unternehmer nicht allein und versuchen, geeignete Auszubildende über das Jobcenter bei den Arbeitsagenturen, der Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammern oder die Initiative ZWAIG zu finden", so Frank Eger gestern.

Die Politiker sind für die Firmenbesuche ausgestattet mit einem Informationsschreiben, in dem die Kreisverwaltung den Betrieben die Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Auszubildenden anbietet, sowie Informationsmaterial von der Industrie- und Handelskammer.

Auf einem vorbereiteten Antwortfax können die Ausbildungsbetriebe vermerken, ob sie weitere Ausbildungsplätze schaffen können.

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