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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kreislandvolkverband Oldenburg: Er will der neue Chef-Lobbyist werden

21.02.2020

Landkreis /Großenkneten Der nächste Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes Oldenburg könnte erneut aus der Gemeinde Großenkneten kommen. Detlef Kreye ist bislang der einzige Kandidat für die Nachfolge von Jürgen Seeger, der – wie vor drei Jahren angekündigt – nicht wieder kandidiert.

Der 53-jährige Kreye betreibt in Großenkneten eine Schweinemast (250 Tiere). Seine Kaninchenzucht mit bis zu 1000 Tieren hat er nach 30 Jahren kürzlich bis auf Weiteres aufgegeben, nachdem das Modellprojekt auf seinem Hof zur Erprobung der 2014 eingeführten Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung gescheitert ist. Der Grund: Die Verordnung habe tierschutzrelevante Mängel und sei in der Praxis nicht umsetzbar.

Netzwerk aufgebaut

„Deshalb habe ich jetzt mehr Zeit“, nennt Kreye einen Grund, weshalb er am 13. März für den Vorsitz des Kreislandvolkverbandes kandidiert. „Und ich habe Lust, die Interessen der Landwirte zu vertreten“, schiebt er gleich ein zweites Argument nach. Als Vorsitzender des Bundesverbandes der Kaninchenfleisch- und -wollerzeuger (seit 2014) sowie durch sein Engagement im Ortslandvolk Großenkneten (seit 15 Jahren) habe er sich zudem ein Netzwerk in der Branche aufgebaut.

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Der Kreislandvolkvorsitzende vertritt die Interessen der Kolleginnen und Kollegen in gut 1000 Betrieben: 993 im Landkreis Oldenburg, 46 in der Stadt Oldenburg und 60 in der Stadt Delmenhorst. Derzeit besucht Kreye die Jahreshauptversammlungen der Ortslandvolkverbände, damit sich die Mitglieder ein Bild von ihm machen können.

Einige Ziele hat sich der Kneter für den Vorsitz des Kreislandvolkverbandes bereits auf seine Fahne geschrieben. Ein Thema ist die Nitratdiskussion, weshalb die Landwirte in jüngster Zeit des Öfteren auf die Straße gegangen sind. „Wir können nicht allein für das Nitratproblem im Boden verantwortlich gemacht werden“, sagt Detlef Kreye. Bekanntlich haben die Kreislandvolkverbände in Niedersachsen ein eigenes Gutachten zur Überprüfung der Nitratmessverfahren in Auftrag gegeben. Die „rot markierten Gebiete“, in denen weniger Nitrat ausgebracht werden darf, müssten weg. Die Brunnen müssten neu bewertet werden.

Ein weiteres Ziel von Kreye ist es, die Verbraucher zu schützen. Alle Nahrungsmittel, die hier auf den Markt kommen, müssten nach hiesigen Standards kontrolliert werden – trotz des weltweiten Handels. „Wenn wir bestimmte Pflanzenschutzmittel nicht einsetzen dürfen, sollte das im Ausland auch verboten sein – zumindest für die Produkte, die in Deutschland abgesetzt werden.“

Unter den Nägeln brennt ihm auch die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung für Schweine, die gerade vom Bundesrat an die Länder zurückverwiesen wurde. Die müsse dringend überarbeitet werden, weil ansonsten die bäuerliche Nutztierhaltung in kleinen und mittleren Betrieben gefährdet sei.

Weiter Kreislandwirt

Der amtierende Kreislandvolkvorsitzende Jürgen Seeger (62) ist seit 15 Jahren im Amt. Er habe das Ehrenamt nur ausüben können, weil seine drei Söhne auch Landwirte sind und im Betrieb arbeiten. Vergleichbar sieht es bei Familie Kreye aus. Auch die beiden Söhne von Detlef und Diana sind Landwirte. „Sie arbeiten zwar nicht im Betrieb, packen aber bei Bedarf auf unserem Hof mit 50 Hektar Nutzfläche mit an“, erklärt Kreye.

Kollege Seeger ist nicht nur Kreislandvolkvorsitzender, sondern seit 14 Jahren auch Kreislandwirt und damit Vertreter seines Berufsstandes in der Kammerversammlung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Sie kümmert sich unter anderem um Beratung, Förderung und die berufliche Bildung. Die Amtszeit von Seeger läuft noch ein Jahr. Dann will er für drei weitere Jahre kandidieren. Anschließend könnte Detlef Kreye auch diesen Posten übernehmen. So haben es die beiden Landwirte verabredet.

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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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