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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Kreis verstärkt Integrationsbemühungen

26.04.2018

Landkreis /Wildeshausen Der Landkreis Oldenburg verstärkt seine Bemühungen zur Integration von Flüchtlingen. Der Integrations- und Gleichstellungsausschuss hat sich am Dienstagabend einerseits dafür ausgesprochen, die Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk des Kirchenkreises Delmenhorst/Oldenburg-Land in Sachen Flüchtlingssozialarbeit für zwei weitere Jahre bis Ende 2020 zu verlängern. Andererseits unterstützt der Landkreis künftig auch den seit 2015 bestehenden gemeinnützigen Verein „pro:connect – Integration durch Bildung und Arbeit“ aus Oldenburg. Der Landkreis gewährt dem Verein für drei Jahre einen Zuschuss von insgesamt 30 503 Euro, sofern die Gesamtfinanzierung des Vereins von 488 000 Euro gesichert ist. Mehr noch: Der Landkreis wird auch Mitglied des Vereins.

Integration von Flüchtlingen

Die Flüchtlingssozialarbeiter des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Delmenhorst/Oldenburg-Land beraten Ausländer in rechtlichen und sozialen Fragen, damit sie selbst handeln und sich aktiv am Leben beteiligen können.

Das Jobcenter im Landkreis Oldenburg ist zuständig für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, die nach der Zuerkennung eines Bleiberechtes weiter auf staatliche Unterstützung angewiesen sind.

Der war bislang in der Stadt Oldenburg und im Ammerland aktiv und will nun auch im Landkreis Oldenburg und in Delmenhorst Flüchtlinge in Arbeit bringen. „Jeder Geflüchtete, der ein halbes Jahr früher in Arbeit kommt, erspart den Sozialkassen 10 000 Euro“, meinte die Vorstandsvorsitzende von „pro:connect“, Gerlinde Röben. Der Verein erhalte EU-Fördermittel und werde massiv aus der Wirtschaft finanziert. Auch IHK, Landwirtschaftskammer, Berufsbildende Schulen oder auch die Handwerkskammer gehörten zum Vereinsnetzwerk. Bislang hätten 217 Praktika, 84 Ausbildungsstellen und 47 Festanstellungen/Minijobs an Flüchtlinge vermittel werden können. Der Verein, der acht Mitarbeiter beschäftigt, erhalte keine Vermittlungsgebühren.

Auch das Jobcenter im Landkreis hat auf die Herausforderungen reagiert. Wie Andrea Berger darlegte, haben sich vor zwei Jahren zwei Kollegen als Fallmanager für Migranten spezialisiert. Sie würden auch mit den Flüchtlingssozialarbeitern des Diakonischen Werkes zusammenarbeiten.

Bis Ende 2017 betreute das Jobcenter 1346 Flüchtlinge. Im Vorjahr waren es allein 974 Personen. Davon waren 337 unter 25 Jahre. Die meisten stammen aus Syrien und dem Irak. 176 Flüchtlinge sind aus dem Landkreis wieder weggezogen. Der Anteil der Personen, die den Integrationskursus abgebrochen oder am Ende die Sprachprüfung B1 nicht bestanden hat, ist nach Aussagen von Berger größer als der Teil, der ihn bestanden hat.

Das Jobcenter konnte bisher 30 Flüchtlinge in Ausbildung vermitteln, 68 in Arbeit. Weitere 50 starteten mit einem Minijob, zwölf in einem Beschäftigungsprogramm.

Dass die Vermittlung von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt schwierig sei, machte Sozialdezernent Bodo Bode anhand einer landesweiten Statistik deutlich. Ein Drittel hat keinen Schulabschluss, lediglich zwei Drittel eigneten sich als Hilfsarbeiter. 70 Prozent der Flüchtlinge, die das Jobcenter betreut, sind männlich, 56 Prozent jünger als 30 Jahre.

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Christoph Koopmeiners Wildeshausen/Dötlingen / Redaktion Wildeshausen
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