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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Klosterort Hude das teuerste Pflaster

01.02.2018

Landkreis /Wildeshausen Der Trend kennt nach wie vor nur eine Richtung – nach oben. Auch im Jahr 2017 sind im Landkreis Oldenburg die Preise für Baugrundstücke und bebaute Grundstücke tendenziell gestiegen. „Überproportional“ kletterten die Werte in den Ortschaften Wardenburg, Sandkrug, Hude, Ganderkesee und Wildeshausen, wie der Gutachterausschuss für Grundstückswerte Oldenburg-Cloppenburg (GAG) am Mittwoch bei der Vorstellung des Grundstücksmarktberichts 2018 erklärte. Das teuerste Pflaster: Hude.

Für Ackerland berechnete der GAG für 2017 im Landkreis Oldenburg Preissteigerungen von fast 12 Prozent. Ganz allgemein hätten sich die massiven Steigerungen früherer Jahre aber nicht fortgesetzt. Die mittleren Preise lagen je nach Ackerzahl bei 5,05 bis 5,25 Euro. In der Spitze wurden bis zu 8 Euro je Quadratmeter gezahlt.

Für Grünland lagen die Preise im Mittel bei 2,21 Euro je Quadratmeter (bei einer Grünlandzahl bis 40). Der Vorjahreswert: 2,34 Euro/Quadratmeter.

Insgesamt waren im Berichtszeitraum im Landkreis Oldenburg 219 land- und forstwirtschaftliche Grundstücke veräußert worden (2016: 255).

Die vorgestellten Zahlen bezögen sich nicht auf das Kalenderjahr 2017, sondern auf die Spanne vom 1. November bis 31. Oktober, stellten Gutachterausschuss-Vorsitzender Holger Seifert, der stellvertretende Vorsitzende Rolf Rösler und Christine Stubbemann von der Geschäftsstelle des GAG klar. Am Trend ändere das aber nichts.

Zunächst zum Wohnbauland: Hier stieg der Index nach Berechnung des GAG im Landkreis Oldenburg um 19 Prozent.

Nach den Zahlen der Fachleute kauften Häuslebauer in spe im Durchschnitt ein etwa 850 Quadratmeter großes Grundstück, dafür blätterten sie (inklusive Erschließungskosten) 79 Euro pro Quadratmeter hin, insgesamt also rund 67 000 Euro. Am teuersten war der „Durchschnittsquadratmeter“ in Hude mit 147, Wardenburg mit 140 und Ganderkesee mit 135 Euro. Vereinzelt seien auch Preise „in Richtung 200 Euro“ gezahlt worden, berichtete Rolf Rösler. Am unteren Ende der Preisskala: der Flecken Harpstedt mit 75, Großenkneten mit 69 und Dünsen mit 58 Euro.

Seifert machte auch darauf aufmerksam, dass im Jahr 2016 im Mittel noch mehr für Grundstücke gezahlt worden war (105 Euro/qm). Doch das deute keineswegs auf mittlerweile gesunkene Preise hin – sondern auf einen ganz anderen Trend: Vermehrt würden Grundstücke in Ecken des Landkreises gekauft, wo der Boden günstig ist, also zum Beispiel in Großenkneten.

Insgesamt ist die Zahl der verkauften Bauplätze für den individuellen Wohnungsbau im Landkreis seit Jahren rückläufig. 2017 waren es 232, 2016 noch 257. Die Hitliste der Gemeinden mit den höchsten Zahlen verkaufter Baugrundstücke wurde 2017 angeführt von Großenkneten (67 Grundstücke) und Ganderkesee (52). Zum Vergleich: Auf Wildeshausen entfielen 23, auf Wardenburg 13 und auf Hude nur zwölf Verkäufe.

Deutlich teurer geworden sind auch Ein- und Zweifamilienhäuser. So stieg der mittlere Kaufpreis von 190 000 Euro im Jahr 2016 auf 215 000 Euro in 2017 an. Auch hier lag die Anzahl der „Kauffälle“ unter der des Vorjahres (606 gegenüber 646).

Bei Reihenhäusern und Doppelhaushälften fiel der mittlere Kaufpreis von 190 000 (2016) auf 175 000 Euro. Teurer hingegen wurden Wohnungen. Bei Neubauten stieg der Quadratmeterpreis von 2085 auf 2355 Euro, bei gebrauchten Eigentumswohnungen kletterte der mittlere Preis von 1175 auf 1330 Euro pro Quadratmeter.
  Ab etwa Ende Februar fließen die neuen Daten in den (gebührenpflichtigen) Immobilienkalkulator des GAG ein: www.gag.niedersachsen.de.

Karsten Kolloge
Harpstedt
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2706
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