• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Laster würden Naturerfahrung empfindlich stören

30.01.2007

HORSTEDT HORSTEDT/MAB - „Wenn hier im Minutentakt die Laster vorbeifahren, dann können wir innerhalb der Woche keine Seminare mehr anbieten und die Existenz beider Betriebe ist in Gefahr.“ Detlef Kietzmann, Vorstandsmitglied im Verein für ganzheitliches Lernen, malt für das Kultur- und Tagungshaus „Mikado“ und für die angeschlossene Wildnisschule Wildeshausen in Horstedt eine düstere Zukunft. Diese sieht er kommen, sobald der in Ortholz abgebaute Sand künftig tatsächlich über die Große Höhe abtransportiert werden darf. Dafür jedenfalls hatten sich der Groß Ippener Gemeinderat und der Harpstedter Samtgemeindeausschuss ausgesprochen (die NWZ berichtete).

Bei einem Pressegespräch warben der Verein für ganzheitliches Leben, Träger des „Mikado“ und der Wildnisschule, im Beisein von Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes und Prinzhöftes Bürgermeister Herwig Wöbse dafür, von einer Sandabfuhr über die Große Höhe Abstand zu nehmen. „Viele wissen gar nicht, dass wir ein anerkannter Weiterbildungsträger sind, den Menschen aus ganz Deutschland besuchen“, erinnerte Myriam Kentrup von der Wildnisschule.

Claudia Sanner, Geschäftsführerin des Vereins für ganzheitliches Lernen, berichtete, dass das „Mikado“ etwa 300 Übernachtungen im Monat habe. Allein im Jahr 2006 verlebten 1000 Kinder rund ums „Mikado“ ihre Klassenfahrten und übernachteten in Tipis. Alle Naturerfahrungsseminare bauten darauf auf, dass sie in völlig ruhigem Gelände stattfänden.

Uwe Cordes bedauerte, dass die betroffenen Gemeinden bisher nur ihre eigenen Interessen gesehen hätten. Letztendlich spreche der Samtgemeinderat aber nur eine Empfehlung über die favorisierte Streckenführung aus. Die endgültige Entscheidung liege beim Landkreis, der jedoch die Abfuhrstrecke über den Norden des Ortholzer Weges (vor Ortholz zum Moordamm, und dann nach Norden zur L 776) favorisiere. Cordes vermutete, dass es deshalb zu einem Rechtsstreit zwischen dem Kreis und den beiden Sandabbau-Unternehmen kommen werde. „Auf das Ende eines solchen Verfahrens wollen wir aber nicht warten“, so Kietzmann. Schon jetzt werde sich der Verein für ganzheitliches Lernen vorsorglich nach einem neuen Standort umsehen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.