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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

MEDIZIN: Leguan wegen Mundfäule behandelt

21.08.2008

HUDE In diesem Sommer stehen für Gonzalo Bustamante und seine Kollegin Wiebke Schütte zahlreiche Impfungen auf dem Programm. Um die Blauzungenkrankheit einzudämmen, müssen alle Schafe, Ziegen und Kühe auf Anordnung des Veterinäramtes gegen den Virus geimpft werden. Es bestehe eine Impfverpflichtung für die Halter, berichtet Bustamante: „Wir haben um die 4000 Tiere zu impfen.“ In Hude seien vor allem Rinder zu schützen, sagt der Tierarzt. Allerdings seien Schafe bevorzugt behandelt worden, da die Krankheit bei diesen Tieren meist tödlich verlaufe.

Seit Juni sind die beiden Tierärzte dabei, Schafe, Ziegen und Kühe zu impfen. Alle Tiere haben sie noch nicht geschafft. Aufwendig sei die Behandlung schon, erzählt Schütte. Viele Tiere seien auf den Weiden, und es sei schwierig, diese für die Impfung einzufangen. „Es passiert oft, dass wir hinter einer Kuh herrennen“, erzählt sie schmunzelnd. Gerade bei der zweiten Impfung wüssten die Tiere, was auf sie zukommt. „An sich sind Kühe aber sanfte Patienten“, lobt sie ihr tierisches Klientel.

Schafhalter, die noch nicht wegen der Impfung angesprochen wurden, sollten sich bei ihrem Tierarzt melden, rät Gonzalo Bustamante. Die Tierhalter werden bei den Kosten für die Impfung durch die Tierseuchenkasse unterstützt, wenn sie ihre Tiere dort angemeldet haben.

An ihrem Beruf lieben die beiden Huder Tierärzte die abwechslungsreiche Arbeit. Eine weitere Motivation sei natürlich die Liebe zu den Tieren. „Am liebsten würde man alle Tiere retten“, betont Wiebke Schütte, die seit vier Jahren in der Praxis arbeitet. Leider sei das nicht immer möglich.

Gonzalo Bustamante übernahm die Praxis in Hude 1992. Schon mit 13 Jahren habe er Tierarzt werden wollen, erzählt der begeisterte Reiter. Auch 60 Stunden Arbeitszeit pro Woche ändern nichts an der Liebe zu seinem Beruf. Das außergewöhnlichste Tier, das er auf seinem Behandlungstisch gehabt habe, sei ein Leguan gewesen, erzählt er. „Ich musste ihn wegen Mundfäule behandeln.“

In der Gemischtpraxis seien früher zwei Drittel der Patienten Großtiere gewesen. Mittlerweile habe sich das Verhältnis gewandelt: Bei zwei Drittel der behandelten Tiere handele es sich um Kleintiere. „Hude wächst und die Kleintierhaltung hat zugenommen“, schildert Bustamante. Neben der Praxistätigkeit betreuen die beiden Tierärzte auch die Tiere im Oldenburger Tierheim. In der Praxis in Hude arbeiten die beiden Tierärzte, eine Fachangestellte für Tiermedizin und eine Auszubildende. Bei Notfällen sind die Ärzte auch nachts und an Feiertagen im Einsatz.

Kleinen Kindern in ganz Deutschland ist der Huder Tierarzt aus einem „Pixi-Buch“ bekannt, für das die Bilder in der Tierarztpraxis gemacht wurden. „Ich bin schon oft darauf angesprochen worden“, erzählt er.

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Virus löst Tierseuche aus

Die Blauzungenkrankheit ist eine virale Infektionskrankheit von Wiederkäuern wie Schafen, Rindern und Ziegen. Ihr Name leitet sich von der blauen Farbe der Zunge, einem der Leitsymptome bei Krankheitsausbruch, ab. Die Erkrankung ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Für den Menschen besteht keine Ansteckungsgefahr, weshalb Fleisch- und Milchprodukte ohne Bedenken verzehrt werden können. Das Blauzungenvirus wird durch Mücken übertragen. Die Krankheit wurde erstmalig in Südafrika festgestellt. Im August 2006 ist sie zum ersten Mal in Deutschland aufgetreten.

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