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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

TAGESSEMINAR: Lieber Leisten und Leim als Piraten von Playmobil

25.09.2006

SCHIERBROK SCHIERBROK/KK - Ziemlich spartanisch mutete das Spielmaterial an, das am Sonnabend im Schierbroker Kindergarten Spatzennest den Besitzer wechselte. Fünf Mütter erhielten dort eine Plastiktüte mit ein paar kleinen Steinen, einigen Tannenzapfen und einem Wollknäuel – und sollten damit spielen. Was vielleicht anmutet wie ein Scherz, war durchaus ernst gemeinter Teil eines Tagesseminars des Ganderkeseer Agenda-Vereins: „Wieder nur gespielt“ lautete das Motto für Eltern von Kindern im Vorschulalter.

Mit dem Seminar wollte das Dozentinnenteam (die Erzieherinnen Ulrike Plate, Edith Ohlenbusch, Corinna Wandel und Christiane Geßner-Thesing) zum einen den Stellenwert des Spielens verdeutlichen, zum anderen Anregungen geben. Spielen, so sagte Edith Ohlenbusch zur NWZ, sei „wichtiger als Einbimsen von Lernstoff“. Das Zusammenspiel der fünf Sinnesorgane sei unerlässlich, quasi „Fundament“ für die weitere Entwicklung. Corinna Wandel: „Man lernt das Begreifen nur durch das Greifen.“

Entschieden plädierte Edith Ohlenbusch dafür, den Medienkonsum bei Kindern zu dosieren – „damit Kindern die Möglichkeit und die Zeit für freies Spiel bleibt.“ Als „freies Spiel“ bezeichnete sie dabei das Spiel, bei dem Kinder selbst das Material, die Regeln und die Partner bestimmen. Wenn Erwachsene hier steuernd eingreifen wollen, könne dies überfordern – und den Spaß am Spielen dauerhaft mindern.

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Und was können Eltern beisteuern? Ohlenbusch riet, sich an die eigene Kindheit zu erinnern, Bewegungsspiele von damals vorzuschlagen.

Wenn Eltern mit ihren Kindern spielen wollten, dann „sollten sie Spaß daran haben.“ Denn Unlust könne sich übertragen. „Kinder haben da ganz feine Antennen.“

Auch der Kauf von Spielzeug wurde zum Thema. Falls das Kinderzimmer „überquillt“, sei denkbar, bestimmtes Spielzeug nur zu bestimmten Jahreszeiten hervorzuholen. Wichtig sei natürlich, nicht wahllos zu kaufen. Sie persönlich würde einen Schuhkarton mit Leisten, Segel, Leim und Brettern einem Piratenschiff von Playmobil vorziehen. „Weniger ist oft mehr.“

Enttäuscht zeigten sich die Dozentinnen und auch Agenda-Vereinsvorsitzende Hanna Otter-Sandstedt von der Beteiligung. Zwölf Interessierte hätten sich angemeldet, doch nur fünf kamen.

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