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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

JONA-KINDERGARTEN: Lieber zwei Wipp-Tiere als eine Vogelnest-Schaukel

02.04.2009

GANDERKESEE Der ev. Jona-Kindergarten ist für seine kleinen Besucher noch ein wenig attraktiver geworden – und zwar sowohl drinnen als auch draußen. Denn: Der Förderverein der Hauses am Marderweg hat zwei Wipp-Tiere für den Spielplatz sowie fünf Digitalkameras und fünf CD-Player erworben. Am Mittwoch wurden die Neuanschaffungen von der Vorsitzenden Melanie Riekers und ihrer Stellvertreterin Sandra Kleber offiziell übergeben – und von den Kindern umgehend ausprobiert.

Rund 2000 Euro hätten die Neuanschaffungen gekostet, berichtete Melanie Riekers. Das Geld war durch Spenden beziehungsweise Beiträge der Mitglieder sowie durch den Erlös aus dem Adventsbasar im Jona-Kindergarten zusammengekommen.

Die Erwachsenen hätten für den Spielplatz zunächst eine Vogelnest-Schaukel favorisiert, erinnerte sich Kindergarten-Leiterin Birgit Aufermann. Aber da hatten die Großen die Rechnung ohne die Kleinen gemacht: Im Kindergarten-Parlament seien sie von jungen Wipp-Tiere-Befürwortern überstimmt worden.

Birgit Aufermann ergänzte, dass die neuen Digital-Kameras auch im Hinblick auf das gewünschte Qualitätssiegel für evangelische Kindergärten sehr gut gebraucht werden könnten. Denn im Zuge der seit drei Jahren laufenden Bemühungen sei es unter anderem erforderlich, Arbeitsbereiche des Kindergartens zu dokumentieren. Teilweise würden Fotos von Erwachsenen geliefert, teilweise auch von Kindern.

„Extrem hoch“ war zu Jahresbeginn der Anteil von „Störstoffen“ im Biomüll. Der Landkreis gibt Tipps, was nicht in die Braune Tonne gehört – und die Gebühren nach oben treibt.

Von Karsten Kolloge

LANDKREIS/GANDERKESEE Keine Frage: Die Arbeit in der Biomüll-Sortierung im Kompostwerk ist nichts für zart besaitete Zeitgenossen. Denn zwischen Gartenabfällen oder Speiseresten, so berichtet Michael Barenthin vom Steuerstand der Förderanlage, tauchen auf dem Band auch kleine Rehe oder Schafsfelle („meist um die Osterzeit“) auf, Spritzen, Glas, Steine, Windeln, gestohlene Ausweise aus Autoaufbrüchen oder manchmal „eine ganze Ladung toter Tauben“. „Störstoffe“ werden solche Fundstücke genannt. Nachdem der Anteil eben dieser Störstoffe in den ersten Monaten ’09 besonders hoch war, schaltete sich jetzt der Landkreis Oldenburg ein.

Störstoffanteil „extrem“

„Bei mancher Ladung hat man gemeint, der Fahrer habe sich versehen“ – und den Inhalt aus Schwarzen Tonnen gebracht, beschrieb Barenthin seine Beobachtungen. Generell sei es so, dass der Störstoffanteil nach Weihnachten höher sei als etwa im Sommer, vielleicht, weil manchem die Schwarze Tonne nicht reiche, ergänzte Andreas Melle, technischer Leiter des Kompostwerks. In diesem Jahr fand er’s „extrem“.

Band läuft langsamer

Eine Folge, so merkte Landkreis-Pressesprecher Oliver Galeotti an, sei klar: Weil die Störstoffe nicht mit Maschinen, sondern nur per Hand aus dem Müll heraussortiert werden könnten, gelte die Gleichung: „höherer Störstoffanteil = höhere Kosten“. Anders gesagt: Je mehr Fremdstoffe in der Braunen Tonne stecken, desto höher fallen die Gebühren im Landkreis aus.

Wenn der Störstoffanteil sehr hoch ist, müsse beim Aussortieren die Bandgeschwindigkeit gedrosselt werden, erläuterte Galeotti. Nach dieser „Säuberungsaktion“ würden metallische Gegenstände durch einen Elektromagneten aussortiert – bevor der Biomüll für den Kompostierungsprozess zerkleinert werden könne.

„Dieser Aufwand muss nicht sein, wenn man sich an einige Regeln hält“, so Galeotti. „Kunststoffgegenstände wie Plastiktüten und andere nicht kompostierbare Abfälle gehören nicht in die Biotonne.“ Der oft aufgedruckte Begriff ,umweltfreundlich’ für Polyethylen (PE)-Tüten sei hier irreführend. Das Material sei ungeeignet für eine Kompostierung.

Nur Papiertüten nutzen

Skeptisch sieht Galeotti auch die im Handel angebotenen biologisch abbaubaren Tüten aus nachwachsenden Rohstoffen. Denn: Der Handsortierer könne nicht erkennen, ob es sich um eine kompostierbare Tüte handelt oder nicht. Die Empfehlung von Galeotti: „Nur Papiertüten für die Sammlung von Bioabfällen einsetzen.“

Gleicher Trend

in Delmenhorst

Auch in Delmenhorst die gleiche Beobachtung: Im Winter wird die Braune Tonne verstärkt als Schwarze Tonne zweckentfremdet. Pressesprecher Timo Frers nannte folgende Zahlen:

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Im Januar 2009 wurden aus Delmenhorst 311 Tonnen Bioabfälle zum Kompostwerk Ganderkesee gebracht, davon waren 52 t Störstoffe. Im Februar waren es 342 t Müll, davon 57 t Störstoffe.

Im Sommer 2008 kamen aus Delmenhorst im Schnitt rund 600 bis 700 t Biomüll nach Ganderkesee. Der Anteil Störstoffe: etwa 40 t.

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