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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Wirtschaft

Erntedank – ein Fest zum Nachdenken

22.10.2019

Lintel „Erntedank soll einerseits ein Fest mit fröhlichem Charakter sein, will uns andererseits aber auch zum Nachdenken anregen“, sagte Pastor Udo Dreyer in seiner Predigt auf dem Erntedanknachmittag in der Schützenhalle Lintel. „Landwirtschaft dient nicht nur allen – sondern sie geht auch alle an“, betonte der Pastor. „Die Landwirte pflegen und erhalten unsere Kulturlandschaft und produzieren Lebensmittel. Und wenn ich die zunehmende Lebenserwartung sehe, müssen die auch ziemlich gesund sein“, stellte Dreyer fest.

Dreyer verwies auf die Diskussionen zum Klimawandel und über die hohen Nitratbelastungen. „Die Landwirtschaft steht im Fokus der Öffentlichkeit wie nie zuvor. Und diejenigen, die am lautesten schreien, haben oft die geringste Ahnung“, stellte Dreyer fest. Es sei gut, dass die Landwirte in die Offensive gingen, Transparenz zeigten und ihre Tore öffneten. „Kontakte zwischen Bauern und Verbrauchern werden immer wichtiger“, meinte der Pastor.

Für das Landvolk begrüßte Renke Dählmann die Gäste in Lintel. „Man kann lange darüber diskutieren, welche Maßnahmen sinnvoll sind, um dem Klimawandel Einhalt zu gebieten“, sagte Dählmann: „Viele Maßnahmen, die derzeit diskutiert werden, sind vielleicht purer Aktionismus und helfen dem Klima nicht. Was aber bleibt, und das ist das Entscheidende: Die Menschen machen sich Gedanken. Jeder von uns kann und muss sein eigenes Verhalten überdenken, anstatt nach der Politik zu rufen. Das gilt insbesondere zum Bereich Landwirtschaft: Ist es richtig, mit vollem Mund über die Landwirtschaft zu schimpfen, aber gleichzeitig im Discounter die Sonderangebote abzugreifen? Müssen wir Landwirte unsere Wirtschaftsweise überdenken, uns den Gegebenheiten anpassen und neue Wege gehen, um unseren Teil zum Klimaschutz beizutragen?“

Ständig nach der Politik zu rufen sei keine Lösung. Oftmals gehe es in der Politik nur noch darum, schnelle Lösungen zu präsentieren, die möglichst wenigen Wählern weh täten. Das neueste Agrarpaket der Bundesregierung sei ein gutes Beispiel dafür, und es rege sich großer Widerstand der Bauern. Die grünen Kreuze auf den Feldern seien ein Zeichen dieses Widerstands.

„Wir alle – Gesellschaft inklusive Landwirte – müssen uns verständigen, welche Landwirtschaft wir wollen und wie wir miteinander umgehen wollen. Eine funktionierende Dorfgemeinschaft, eine geradlinige Politik und auch die Kirche können dazu einiges beitragen“, betonte Dählmann.

Dass die Dorfgemeinschaft in der Gemeinde Hude gut funktioniert, zeigte die große Beteiligung an der Erntedankfeier, die jedes Jahr gemeinsam von den Bauerschaften Lintel, Hemmelsberg, Altmoorhausen und Hurrel veranstaltet wird.

Annähernd 100 Gäste waren gekommen, um den Gottesdienst mit Pastor Dreyer zu feiern. Der Bläserkreis der Kirchengemeinde musizierte, die Linteler Dorfmusikanten ebenfalls. Der Männergesangverein Lintel trat auf. Und auch Mitglieder der Speelkoppel sorgten für Unterhaltung. Dazu gab’s leckeren selbst gebackenen Kuchen. Ein besonderer Dank ging an Anne Witte, die auch in diesem Jahr die Organisation übernommen hatte.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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